WESTHEIM
Wünsche der Bürger gesammelt
Was wünschen sich die Westheimer? Wie wollen sie ihr Dorf noch attraktiver, stark und fit für die Zukunft machen? Ein kleiner Einblick in die große Themenvielfalt.
Zehn Monate lang haben sich Bürger intensiv mit ihrem Dorf beschäftigt, im Sommer Lob, Kritik, Vorschläge sowie Wünsche auf Fragebögen geäußert, im November an drei Dorfrundgängen teilgenommen und im März drei Workshops besucht: Die Ergebnisse fließen in das nun zu erstellende Dorferneuerungskonzept ein. Ein wichtiger Punkt: der Verkehr. Schwerpunkt: den Verkehr an der Grundschule beruhigen – eventuell durch die Ausweisung als „Spielstraße“ ab dem Kerweplatz, die Einrichtung einer Tempo-10-Zone oder bauliche Maßnahmen wie versenkbare Poller oder Bremsschwellen (Berliner Kissen). Eine Lösung mit wenig Aufwand soll her.
Ein weiteres Problem in vielen Straßen: das Parken. Abhilfe könnten unter anderem Parkboxen schaffen. Sehr gefährlich: das rechtswidrige Parken vor der Metzgerei auf dem Gehweg. Ob Poller oder das Ausweisen von Kurzzeitparkplätzen auf dem Dorfplätzel oder im Wiesenweg eine Lösung sind? Klar ist: Die Westheimer lieben das Dorflädl. Aber: Sie würden es begrüßen, wenn das Geschäft größere Räume hätte und barrierefrei wäre. Die Hintergründe: Sie wollen das Geschäft langfristig sichern und wünschen sich, dass die Betreiberin ihre Ideen realisieren kann: ein noch größeres Warenangebot und eventuell ein kleines Café. Toll fänden sie, wenn es eine Dorflädl-App gäbe, digitales Bestellen möglich wäre.
Die Plätze im Ort würden zu wenig genutzt, müssten – eventuell durch Vereine – mehr belebt werden, zudem mehr Aufenthaltsqualität für Begegnungen erhalten, finden die Westheimer. Vor allem der Kerweplatz sollte neu gestaltet und verschönert werden. Wünsche: Sitzplätze und eine Ladesäule für E-Autos. Ein Manko aus Bürgersicht: Senioren fehlt im Alltag die Unterstützung. Es fehlten alternative Wohnformen. Und: Versorgungs- sowie Einkaufsmöglichkeiten seien ausbaufähig. Vorschläge: betreutes Wohnen, Mehrgenerationenhaus, Nachbarschaftshilfe, Gemeinschaftsprojekte, Generationentreff.
Stolz sind die Bürger auf das Ortsbild und die historische Bausubstanz, die erhalten werden soll. Sie schlagen vor, denkmalgeschützte und historische Bauwerke mit Info-Tafeln zu versehen und historische Straßennamen mit einzubeziehen. Auch zum Thema Freizeit haben sich die Bürger geäußert: Sie wünschen sich eine Reaktivierung des Trimm-dich-Pfads mit Elementen für Erwachsene sowie Kinder (Klettergeräte, Barfußpfad, Holzmurmelbahn) und bezeichnen den Bereich am Unterstand des Angelsportvereins (Fischweiher) als Gelände mit Potenzial. Örtliche Vereine sollten sich vor allem bei Jugendlichen bekannter machen – auch über soziale Medien. Ein Vorschlag: eventuell die Kerwe mit einem Tag der Vereine verknüpfen.
Auch Jugendliche und Kinder durften sich äußern: Den älteren Jungbürgern fehlt ein Treffpunkt im Freien. Zudem wünschen sie sich eine Calisthenics-Station für Turn- und Akrobatik-Übungen. Und die Kleinen? Sie lieben den Sport- und den Spielplatz, wünschen sich aber noch eine Inline-Skaterbahn, ein Trampolin, eine Seilbahn, ein Karussell, Häuser zum Spielen, eine Wasser- sowie eine Tunnelrutsche und neben einem Schwimm- und Faschings- auch einen Dino-Verein. Klar ist für sie: „In Westheim gibt es keine doofen Sachen!“
Info
Abschluss der Dorfmoderation mit Präsentation der Ergebnisse am Montag, 30. Mai, 19 Uhr, im Bürgerhaus.