Grenzübergang Bienwald Von der Grenze ins Gefängnis

Der Grenzübergang Bienwald liegt vollständig in Frankreich auf Scheibenharder Gemarkung.
Der Grenzübergang Bienwald liegt vollständig in Frankreich auf Scheibenharder Gemarkung.

Für einen Georgier endete am Freitagnachmittag die Reise durch Westeuropa am Grenzübergang Bienwald im französischen Scheibenhard und schließlich im Gefängnis in Frankenthal. Wie die Bundespolizei mitteilt, wurde der 42-Jährige gegen 17.20 Uhr bei der Einreise von Frankreich nach Deutschland kontrolliert. Dabei seien den Beamten einige Einreisestempel in seinem Reisepass aufgefallen, die ungewöhnlich gewirkt hätten. Einer genauen Überprüfung hielten sie nicht stand: Nach Erkenntnis der Bundespolizei waren sie gefälscht. Der Mann sei demnach seit über 100 Tagen unerlaubt im Geltungsgebiet des Schengener Abkommens unterwegs gewesen.

Von Scheibenhard ging es für ihn ins Bundespolizeirevier in Kandel, wo eine Abfrage im Polizeicomputer ergeben habe, dass er gesucht wurde: Die Staatsanwaltschaft Schweinfurt hatte ihn wegen Diebstahls zur Festnahme ausgeschrieben. Außerdem hatte sein Auto keinen Versicherungsschutz. Er sei nach Frankenthal gebracht worden, um seine offene Strafe von 275 Tagen abzusitzen.

Ermittlungsverfahren wegen Urkundenfälschung und Verstoßes gegen das Auslandsfahrzeug-Pflichtversicherungsgesetz wurden eingeleitet, außerdem darf er – sobald er nach seiner Haftstrafe abgeschoben wurde – nicht mehr nach Deutschland einreisen.

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