Kreis Germersheim Toiletten und Dach der Grillhütte sanierungsbedürftig

Die Ortsgemeinde Westheim will zwei gemeindeeigene Gebäude sanieren. Die Gesamtkosten könnten bis zu 350.000 Euro betragen. Im Haushalt 2017 stehen aber nur 185.000 Euro bereit. Deshalb sollen zunächst dringende Arbeiten erledigt und Ausführungen „abgespeckt“ werden.
„Wir müssen die Wohnungen so erhalten, dass sie keine Qualität verlieren“, betonte der zuständige Beigeordnete Otto Hoffmann (CDU). Ein Teil der Arbeiten solle in diesem Jahr, der Rest 2018 erledigt werden. Die geschätzten Kosten für die Generalsanierung des Gebäudes in der Waldstraße 32 liegen je nach Ausführung bei bis zu 265.000 Euro, die für den Einbau einer neuen Heizungsanlage in der Lindenstraße 51 bei 65.000 Euro. Etwa 12.000 Euro kostet die Renovierung der Dachgeschoss-Wohnung in der Lindenstraße 51, weitere 10.500 Euro die Erneuerung der Elektroverteiler in der Waldstraße 32. Bauausschuss und Gemeinderat haben das Thema ausführlich diskutiert. Jeweils einstimmig hat der Rat beschlossen, dass die Dachgeschoss-Wohnung in der Lindenstraße, um diese neu vermieten zu können, zügig saniert und die Elektroverteiler in der Waldstraße aus Sicherheitsgründen schnell ausgetauscht werden sollen. Der Beigeordnete Otto Hoffmann hatte schon zuvor angeregt, Prioritäten zu setzen, da wegen der hohen Kosten nicht alles in diesem Jahr verwirklicht werden könne. Unterschiedliche Auffassungen gab es im Rat zur Generalsanierung der Waldstraße 32: Die Planung sieht Dacharbeiten zum Schutz der bereits angegriffenen Außenfassade sowie Balkonarbeiten vor. FWG und CDU sind für die Balkonsanierung. Die SPD will „die Balkone lassen“ und die komplette Generalsanierung aus Kostengründen „um ein Jahr schieben“. Problem dabei: Laut Hoffmann ist die Fassade „grünspanig“. „Und es ist zu befürchten, dass auch die Wand durchnässt ist.“ Ein Warten könne deshalb zum Nachteil der Gemeinde sein. Beigeordneter Stefan Leinenbach (FWG) plädierte dafür, die Entscheidung „den Fachleuten von der Bauabteilung“ zu überlassen. Der Rat folgte dieser Empfehlung und stellte den Punkt zurück, bis sich die Experten geäußert haben. Laut Hoffmann stehen auch Arbeiten an der Grillhütte an: Neben den Toiletten müsse ein Teil des Daches saniert werden. Die Kosten bezifferte er auf knapp 3600 Euro. Noch nicht behandelt worden sei der Antrag der SPD-Fraktion, die angeregt habe, dort einen Lagerraum anzubauen, so Hoffmann. Die Lüftungsanlage im Bürgerhaus wurde laut Peter Wunsch von der Verwaltung bisher noch nie gereinigt oder saniert. Das soll jetzt nachgeholt werden. Kosten: etwa 17.000 Euro. „Das muss gemacht werden“, betonte Ortsbürgermeisterin Inge Volz (SPD). Auch die Blitzschutzanlage im Bürgerhaus muss ergänzt werden. Hierfür fallen Kosten von knapp 5300 Euro an. |nti