Kreis Germersheim Töpfermarkt: Vom Windlicht zur Vogeltränke

«Kandel». Vor den historischen Kulissen des Plätzels und des südlichen Marktplatzes zeigen morgen, Samstag, und Sonntag jeweils von 11 bis 18 Uhr beim „Großen Kandeler Töpfermarkt“ mehr als 50 Aussteller, was sie in ihren Werkstätten an Schmuck-, Gebrauchs- und Dekorationskeramik formen.
Sehen kann man bei den Ständen dabei alles, was gemeinhin als Töpferware, Steinzeug, Keramik oder Raku bezeichnet wird: Von Schmuck-Unikaten über Tonstelen, Windlichter, kunstvoll verzierte Schalen und Vasen, Pflanzkübel, Zierbrunnen, Tierfiguren und Vogeltränken bis hin zu Teller und Tassen für den Alltagsgebrauch. Zum ersten Mal ausgerichtet wurde der Töpfermarkt 2006. Er hat seit dieser Zeit einen festen Platz im Kandeler Veranstaltungskalender gefunden. Das beweist nicht zuletzt die Zahl der Aussteller: Waren es 2006 gerade mal 18, bieten inzwischen regelmäßig zwischen 50 und 60 Aussteller ihre Waren an. Die meisten von ihnen kommen aus Südwestdeutschland. Doch auch Töpfer und Kunsthandwerker aus entfernteren Gegenden zeigen hier, was sie in ihren Werkstätten formen. Sogar Töpfer aus dem Kannenbeckerland im Westerwald und dem Nordelsass, die ja zu den Hochburgen der Töpferei zählen, stellen in Kandel ihre Werke zur Schau. Wohl auch, so einer von ihnen, weil ihnen der Platz zwischen den guterhaltenen Fachwerkhäusern und dem alten St. Georgsturm so gut gefällt. Dabei ist in diesem Jahr mit Nina Schipper aus Freckenfeld auch eine Ausstellerin aus der Verbandsgemeinde Kandel. Sie wird neben Steinzeug- und Raku-Werken auch spezielle Gartenkeramik zeigen. Weitere sechs Aussteller kommen ebenfalls aus der Südpfalz, die so im Kreis der Marktbeschicker gut vertreten ist. Freuen können sich die kleinen Marktbesucher. Für sie wird nämlich auch in diesem Jahr, betreut vom Jugendzentrum, an beiden Tagen im Haus am Plätzel 1 von 13 bis 17 Uhr ein „Töpfern für Kinder“ angeboten.