Kreis Germersheim Stau auf Normalmaß geschrumpft
„Das morgendliche Verkehrschaos in Wörth gibt es nicht mehr“, freut sich Oliver Link, zugleich Sprecher und Sachbearbeiter „Verkehr“ der Polizei Wörth. Wie erwartet hätten sich die Autofahrer nach zwei, drei Wochen auf die Baustelle auf der Rheinbrücke eingestellt. Zwar gebe es noch jeden Morgen ein Rückstau in Richtung Landau. Aber der reiche meist nur noch bis in Höhe der Abfahrt Maximiliansau, so Link. Damit sei er nur unwesentlich länger als zu normalen Zeiten ohne Brückensanierung. „Was uns im Moment aber stark beschäftigt, sind die sogenannten Spiegel-Unfälle“, sagt Link. Der Grund: Viele Fahrer beachten nicht, dass die linke Spur in beiden Richtungen nur für Fahrzeuge erlaubt ist, die maximal zwei Meter breit sind. Beim Überholen streifen sich dann die Außenspiegel. Durchschnittlich ein Mal am Tag müssen die Beamten deshalb ausrücken. Ebenfalls grob geschätzt ein Mal am Tag wird die Polizei gerufen, weil am Ende der Einfädelspur der Auffahrt aus Richtung Hagenbach ein Lastwagen und ein Personenwagen kollidiert sind. Der Grund hier: Die Autofahrer scheren kurz vor dem Lastwagen ein. Was sie nicht wissen, so Link: Sie bewegen sich im toten Winkel des Lastwagen-Fahrers, der kann sie gar nicht sehen. Die meisten Unfälle sind Bagatellen. Dennoch kosten sie die nachfolgenden Autofahrer gut 30 bis 60 Minuten (Stau)zeit. Denn so lange dauert es, bis die Polizei alles geregelt hat. Wenn irgendmöglich, versuchen die Beamten, die Unfallfahrzeuge zur Seite zu lotsen. Im Streckenabschnitt vor der Rheinbrücke ist aber wenig Platz, es gibt gerade mal eine Nothaltebucht. Wobei die Autofahrer selbst dazu beitragen könnten, die Auswirkungen eines kleinen Unfalls zu begrenzen. „Bei leichten Unfällen gibt es sogar eine Pflicht, beiseite zu fahren und nicht den Verkehr zu blockieren“, erinnert Link.