Kreis Germersheim Stahlstäbe stützen neue Fahrbahnplatte
Auf der Brücke selbst läuft der Einbau der Stahlarmierung auf Hochtouren. „Es sieht gut aus, der vorgegebene Zeitplan sollte gut reichen“, zeigt sich Jürgen Gentner vom Regierungspräsidium zufrieden mit dem Bauablauf. Nachdem die Stahlplatte, auf der die Fahrbahn liegt, auf der Fahrbahnseite Richtung Wörth gereinigt war, wurde eine Klebeschicht aus Epoxidharz aufgebracht, die anschließend mit Bauxit-Splitt bestreut wurde. Der Splitt mit seiner sehr rauen Oberfläche sorgt später für einen festen mechanischen Verbund zwischen Stahlplatte und Beton. Auf den Splitt wird derzeit die Stahlbewehrung aufgebracht. Auch das eine höchst aufwendige Angelegenheit. Direkt auf dem Splitt liegt acht Millimeter dicker Rundstahl, der sozusagen als Abstandshalter dient. Darüber kommen zwei Lagen mit zwölf Millimeter dickem Rundstahl, eine Längs- und eine Querlage. In diesen 85 Tonnen schweren Stahlverbund werden später 225 Kubikmeter Beton eingebaut, wobei die Überdeckung der oberen Stahlschicht maximal 25 Millimeter betragen soll. Am Ende, so der Plan, werden Klebeschicht und Stahlbeton als 65 Millimeter dicke Auflage die Stahlplatte verstärken und mit dieser einen tragfähigen Verbund eingehen. „Es kommt auf jeden Millimeter an“, muss laut Gentner sehr genau gearbeitet werden. Die präzise Vermessung der Brücke, die deshalb in der Nacht vom 23. zum 24. Februar für den gesamten Verkehr gesperrt war, dient als Grundlage. Insgesamt 85 Tonnen Stahl müssen nach genauen Vorgaben eingebaut werden, die einzelnen Stäbe werden per Draht miteinander verbunden und so in ihrer Lage genau fixiert. Anschließend werden noch insgesamt 4000 sogenannte „Niederhalter“ auf die Trägerplatte geklebt. Sie dienen dazu, mit Hilfe von Schrauben die Stahlbewehrung in der vorgesehenen Höhe zu fixieren. Eine Sisyphos-Arbeit, die nochmals einiges an Zeit verschlingen wird. Am Zeitplan der Betonage, die am Wochenende vom 13. bis 15. April vorgesehen ist, wird sich nach bisherigen Erkenntnissen nichts mehr ändern. Auch während der Betonage soll es keine Überraschungen geben, deshalb werden in der verbleibenden Zeit alle Maschinen, alle Schläuche und Arbeitsgeräte nochmals genau überprüft. Auch auf Elektrik, Kabel und Computer wird genau geschaut und für den Fall des Falles liegen Ersatzteile aller Art bereit. Alle Beteiligten hoffen, dass es im April weder außergewöhnliche Hitzewellen noch extreme Kälteperioden gibt. Alles andere habe man im Griff.