Kreis Germersheim Sparkasse: Vorstand soll verzichten

Sparkassen-Niederlassung in Germersheim.
Sparkassen-Niederlassung in Germersheim.

„Die SPD betreibt Populismus in Reinform, denn die Partei dürfte bestens über die sich immer weiter verschärfende Ertragslage der Sparkasse informiert sein.“ So kommentiert der Kreisvorsitzende der AfD, Matthias Joa (Westheim), die Forderung der Sozialdemokraten, zumindest alle Geldautomaten der Sparkasse im Kreis zu erhalten. Wie berichtet, schließt die Sparkasse Filialen und baut Geldautomaten ab.

Die Sparkassenkunden sind laut Joa nicht bereit, stark steigende Kontoführungsgebühren zu zahlen. Viele Vertriebsmitarbeiter der Sparkasse stünden wegen der schlechten Ertragslage bereits jetzt unter einem hohen Verkaufsdruck. Dieser dürfe nicht weiter steigen, da die Kunden bedarfsgerecht beraten werden müssten. „Auch sollte die SPD nicht vergessen, dass die Sparkasse sowohl regelmäßig Geld an ihre Träger ausschüttet als auch Mittel für soziale und kulturelle Projekte bereitstellt“, so der Landtagsabgeordnete.

Vom Vorstand der Sparkasse fordert Joa, durch einen Gehaltsverzicht etwas dazu beizutragen, zumal die Lage durch die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise nicht leichter werde. Joa: „Das Gehaltsniveau vieler Sparkassenvorstände in Deutschland liegt auf Staatssekretär-, Minister- oder vereinzelt gar auf Kanzlerniveau.“ Eine freiwillige Reduzierung um 5 bis 10 Prozent wäre für Joa ein gutes Zeichen.

Zumindest teilweise Abhilfe bei der Geldversorgung könnte laut Joa die Kooperation der Sparkasse mit regionalen Partnern bringen, wie es andere bereits mit Supermärkten oder Tankstellen vormachten.

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