Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Südpfalzkliniken im Kreis Germersheim stocken Intensivbetten auf

Für den Test durften die Patienten die Klinik nur über den Eingang der Liegendeinfahrt betreten.
Für den Test durften die Patienten die Klinik nur über den Eingang der Liegendeinfahrt betreten.

Der Zugang von Besuchern zu den Asklepioskliniken in Germersheim und Kandel ist jetzt beschränkt. Außerdem sollen die Intensivbetten weiter aufgestockt werden. Das teilten Geschäftsführer Frank Lamberth und der Leitende Oberarzt Dr. Tim Eichenauer, Anästhesist, auf Anfrage der RHEINPFALZ mit.

Zettel und Schilder informieren jetzt darüber, dass pro Patient nur noch ein Besucher pro Tag gestattet ist. Menschen mit Atemwegsinfektion werden aufgefordert, nicht zu Besuchen in die Klinik zu kommen, sagte Eichenauer. Eine entsprechende Rundmail liege jetzt auch allen Abteilungen vor. Patienten und Angehörige sollen umgehend informiert werden.

Derzeit werde die mögliche Anzahl an Intensivbetten voll ausgeschöpft, sagt Geschäftsführer Lamberth. Auf der Intensivstation in Kandel gibt es bis zu 7 Betten, dazu kommen - allerdings in komplett getrennten Räumlichkeiten - 10 Betten in der sogenannten Intermediate Care (IMC). Dort werden zum Beispiel Schlaganfallpatienten überwacht. In Germersheim liegen die fünf Betten der Intensivstation und die sieben Betten der IMC räumlich zusammen.

Mit Pflegepersonal und Ärzten werde nun geprüft, ob die Betten aufgerüstet werden könnten. Konkret geht es darum, um man die IMC-Betten zum Beispiel durch die Installation von Beatmungsgeräten in Intensivbetten umwandeln kann.

Klinik will Lösung für Kinderbetreuung finden

Dabei muss auch entsprechend Personal zur Verfügung stehen. Überstunden wurden angeordnet, Dienstreisen und Fortbildungen gestrichen. Mit Sorge blicke man auf die Schließung von Schulen und Kindertagesstätten: Schließlich befinden sich unter dem Personal auch viele Eltern. Sollte es keine Lösung vom Land geben, werde man wohl etwas selbst organisieren, so Lamberth.

Auch in den Kliniken wurden inzwischen Menschen auf einen Infektion mit dem Coronavirus getestet. Darunter befanden sich Personen, die Kontakt zu Infizierten hatten, aber auch Urlauber, die aus einem Risikogebiet wie Südtirol zurückkehrten. „Das läuft sehr geordnet“, betont Eichenauer. „Ein großes Lob an die Bevölkerung.“

Die Patienten wurden vom Hausarzt geschickt oder meldeten sich selbst in der Klinik. Das Haus haben sie dann nach Absprache über den Eingang der Liegendeinfahrt betreten. Damit blieben Patienten und Personal vor einer möglichen Infektion geschützt.

Hier hat Eichenauer noch eine gute Nachricht: Alle zehn Tests, die die Klinik seit 8. März nach einer Risikoeinschätzung bei Patienten vorgenommen hat, sind – Stand Freitagnachmittag – negativ ausgefallen.

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