Kreis Germersheim Rheinbrücke: Industrie-Initiative kritisiert Politik

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«Wörth/Karlsruhe.» Die Technologieregion Karlsruhe bezeichne sich auf ihrer Website als eine der leistungsstärksten Wirtschaftsregionen in Europa. Ein Fokus bei der Entwicklung liege auf Mobilität – doch wie passt das zur aktuellen Situation rund um die Rheinbrücke? Das fragt Peter Hauck, Vorsitzender #PRO2 – Pro Initiative zweite Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth e.V.

Seit Jahren sei bekannt, dass die Rheinbrücke Karlsruhe-Wörth ein Nadelöhr darstellt. Auch jetzt während der Ertüchtigung „kosten verkehrsbedingte Verzögerungen Tausende ihre Freizeit und den betroffenen Firmen viel Anwesenheitszeit ihrer Mitarbeiter“, schreibt Hauck. Angesichts der Probleme mit dem öffentlichen Schienennahverkehr suchten viele Pendler die Lösung in einem noch früheren Arbeitsbeginn oder nutzen die Rheinbrücken Germersheim, Beinheim oder Iffezheim. „Damit belasten sie die umliegenden Gemeinden und deren Anwohner.“ Hauck kritisiert die Entscheidung des Gemeinderats der Stadt Karlsruhe, gegen die zweite Rheinbrücke zu klagen. Die Region profitiere sehr stark von der Industrie auf beiden Seiten des Rheins und deren Wertschöpfung. „Die benötigten Arbeitskräfte kommen aus beiden Bundesländern sowie dem nahen Elsass. Sie alle sind von einer funktionierenden Verkehrsinfrastruktur abhängig“, so Hauck. Es sei selbstverständlich, dass sich die Naturschützer vom BUND einseitig für Natur und Umwelt einsetzen, schreibt Hauck. „Die Belange der betroffenen Menschen zu berücksichtigen, wäre Aufgabe der Politik. Doch diese will keine Verantwortung übernehmen.“ #PRO2 ist eine Initiative der Industrieunternehmen am Mittleren Oberrhein für eine zweite Rheinbrücke. Sie wurde im Dezember 2015 von Unternehmen und Betriebsräten aus der Region ins Leben gerufen. Dabei sind unter anderem Siemens, Daimler, MiRO und Stora Enso. Die Unternehmen beschäftigen zusammen zirka 20.000 Arbeitnehmer aus der Region.

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