Germersheim Radweg entlang Kaserne wieder erlaubt

Der Radweg links des Kaserneneingangs war gesperrt, aber widerrechtlich nutzbar.
Der Radweg links des Kaserneneingangs war gesperrt, aber widerrechtlich nutzbar.

Eigentlich durfte man den Radweg entlang der Südpfalzkaserne nicht nutzen. Nutzbar war er dennoch – widerrechtlich. Die Lösung ist ein Beispiel unnützer Bürokratie.

Der Rad- und Fußweg entlang der Südpfalzkaserne ist wieder für die allgemeine Nutzung zugelassen, nachdem eine entsprechende Vereinbarung zwischen der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BIMA) und der Stadt Germersheim nach längerer Diskussion gefunden und unterschrieben wurde. Das wird bei vielen Bürgern Erleichterung auslösen, haben sie doch in den letzten Monaten den Weg weiterhin genutzt, wenn auch verbotenerweise.

Der Weg-Abschnitt zwischen Eingang Südpfalzkaserne und der Einmündung Konrad-Nolte-Straße war seit etwa einem Jahr als Privatweg ausgewiesen, der Durchgang für Unbefugte verboten. Der Weg verläuft auf Gelände des Bundes. Strittig war – nachdem jahrelang der Weg öffentlich genutzt werden konnte – die Verkehrssicherungspflicht. Diese wollte der Bund, vertreten durch die BIMA, auf die Stadt übertragen, die aber seitens der Stadt nicht auf privaten Flächen übernommen werden kann.

Das Dilemma wurde nun gelöst, der Weg rechtlich mit einem Forst- oder Radweg gleichgestellt. Für solche Wege besteht außerhalb geschlossener Ortschaften keine Räumpflicht. Die Stadt übernimmt keinerlei Unterhaltspflichten. Sie haftet lediglich „für Schäden, die aus dem Radverkehr entstehen“, betont Beigeordneter Sascha Hofmann. Da der Abschnitt entlang der Südpfalzkaserne Teil diverser touristischer Südpfalz-Radrouten ist, werden in Kürze auch wieder die entsprechenden grün-weißen Hinweisschilder montiert. Die vorübergehenden Radweg-Umleitungsschilder sind bereits entfernt. Die Demontage der weißen Verbotsschilder wird durch die BIMA erfolgen.

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