Kreis Germersheim Pirminius-Plakette für „tragende Säule“ der Gemeinde

Widmet seine Piminius-Plakette allen ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei Heilige vierzehn Nothelfer: Robert Brucker.
Widmet seine Piminius-Plakette allen ehrenamtlich Tätigen in der Pfarrei Heilige vierzehn Nothelfer: Robert Brucker.

«Speyer/Kandel.»Im Anschluss an das Pontifikalamt zum 957. Jahrestag der Weihe des Speyerer Doms hat Bischof Karl-Heinz Wiesemann 17 Frauen und Männer aus der Diözese für ihr kirchliches und karitatives Engagement die Pirminius-Plakette verliehen. Geehrt wurde dabei auch Robert Brucker von der Pfarrei Heilige vierzehn Nothelfer Kandel der seit langem schon „eine tragende Säule“ der Gemeinde“ ist.

Die Pirminius-Plakette ist die höchste Auszeichnung der Diözese. Benannt ist sie nach dem Abtbischof Pirminius der als Missionar im südwestdeutschen Raum wirkte und 753 in dem von ihm gegründeten Kloster Hornbach starb. Schon als junger Bursche war der 1944 geborene Brucker für die Kirchturmuhr der St.-Pius-Kirche verantwortlich, war er doch als Lehrling dabei als 1959 Uhr und Glocken eingebaut wurden. Später war er Ansprechpartner der Gemeinde bei den anfallenden Bauarbeiten, etwa beim Umbau der Sanitäranlagen im Kindergarten, bei der Sanierung der Piusklause, beim Neubau eines Lichtfensters in der Empore, bei der Einrichtung eines Sprechzimmers und der Pfarrbibliothek im Pfarrhaus, bei verschiedenen Umbauten des Pfarrheims, bei dessen Wiederherstellung nach einem großen Wasserschaden und vor allem bei der großen, 2009 voll-endeten Kirchen- und Turmrenovierung. Dabei ist es ihm immer gelungen, die Arbeiten der vielen Handwerker bestens zu koordinieren. Brucker war aber auch bei der Pfarrei St. Pius von 1991 bis 2011 Mitglied des Pfarrgemeinderats und von 1991 bis 2015 Mitglied des Verwaltungsrats. Als stellvertretendem Vorsitzenden war ihm dabei von 2003 bis 2015 auch die laufende Verwaltungsarbeit übertragen. Nach der Pastoralreform 2015 wurde er in den Gemeindeausschuss von Kandel und den Verwaltungsrat der Pfarrei Heilige vierzehn Nothelfer berufen. In beiden Räten ist er vor allem wegen seiner jahrelangen Erfahrung im Pfarreileben ein gefragtes Mitglied. Brucker wird gerne als „Mädchen für alles“ und „gute Seele der Pfarrei“ bezeichnet; war er doch immer da, wenn er gerufen wurde. So versah er mehrfach Sakristansdienste, war bis vor wenigen Jahren für den Auf- und Abbau der Weihnachtskrippe zuständig, ist heute noch verantwortlich für das Pfarrheim. Als dessen „Herr der Schlüssel“ überwacht er deren Aus- und Rückgabe. Und sollte bei den Gebäuden etwas nicht in Ordnung sein, dann heißt es auch heute noch: „Gehe zum Robert, der kann dir helfen, denn der weiß alles“. Aus gesundheitlichen Gründen und weil er mehr Zeit für seine Familie brauch, musste er sein Engagement einschränken. Brucker sagte der RHEINPFALZ, dass er sich durch die Auszeichnung sehr geehrt fühle. Er wies aber auch darauf hin, dass es noch mehr ehrenamtlich in der Pfarrei Tätige gibt, die die Pirminius-Medaille auch verdient hätten und er sie diesen widme.

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