Kreis Germersheim Nach zwei Geburten war Schluss

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Elena und Christian heißen die beiden Kinder, die kurz vor der Schließung der Geburtshilfe in der Asklepios Klinik Kandel noch auf die Welt kamen. Kurioser Zufall: Die Kinder tragen die Namen der Frauen, die ihnen auf die Welt halfen.

Der Faschingsdienstag war der letzte Tag der Geburtshilfe in der Asklepios Klinik Kandel. Mit Ende des Monats Februar wurde dort die Abteilung Geburtshilfe geschlossen. Dazu hatte sich die Klinikleitung Anfang des Jahres entschlossen (wir berichteten). Doch kurz vor Schluss kamen noch zwei Kinder auf die Welt: Hebamme Christiane Brandt brachte einen kleinen Jungen namens Christian zur Welt, Oberärztin Elena Stoyanovska machte den Kaiserschnitt für die kleine Elena. „Hebamme und Ärztin besuchen ihre letzten hier zur Welt gebrachten Namensvetter gerne, bis die kleinen Familien mit den neuen Familienmitgliedern wieder nach Hause gehen“, schreibt die Klinik in einer Mitteilung. Die jährliche Anzahl der Geburten in Kandel war mit 230 bis 250 vergleichsweise gering. Außerdem hatten offene Stellen längere Zeit nicht besetzt werden können. Zuletzt hatten noch fünf Hebammen die 24-Stunden-Besetzung der Abteilung zugedeckt, heißt es in einer Pressemitteilung der Klinik. Ein Ende dieser Belastung sei nicht absehbar gewesen. Die Geburtshilfe im Landkreis ist jetzt in der Asklepios Klinik in Germersheim zentralisiert. Alle Mitarbeiter hätten im Haus eine andere Stelle gefunden oder sich umorientiert, es gab keine Kündigungen, teilte die Klinik weiter mit. |tnc, rhp

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