Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Mehr Platz auch für Güterzüge

Verkehrsknoten: Der Bahnhof Wörth wird zwar digitalisiert, aber nicht erweitert.
Verkehrsknoten: Der Bahnhof Wörth wird zwar digitalisiert, aber nicht erweitert.

Neue Stellwerke in Germersheim, Rülzheim und Wörth, neue Bahnübergänge: Die Bahn will die Strecke durch den Landkreis Germersheim ab Spätsommer 2022 digital betreiben können. Das erhöht die Kapazitäten sowohl für Personen- wie auch für Güterzüge.

Die Deutsche Bahn (DB) begann am Montag in der Region mit den ersten Vorarbeiten zur Digitalisierung der Strecke Speyer-Germersheim-Wörth. Bis in den Spätsommer 2022 sollen dafür die Alt-Stellwerke in Speyer, Germersheim, Wörth, Philippsburg und Rülzheim modernisiert oder ersetzt werden. 40 Bahnübergänge werden technisch aufgerüstet oder komplett erneuert. Am Gleis werden 311 Signale sowie 105 Weichen erneuert, zwei neue Signalausleger werden aufgestellt. Danach kann die ganze Strecke vom Stellwerk Germersheim aus gesteuert werden.

Bezahlt wird alles vom Bund mit Geld aus dem Konjunkturprogramm zur Bekämpfung der Folgen der Corona-Pandemie. Bundesweit stehen 500 Millionen Euro für sieben Projekte bereit. Wie viel davon für die Strecke in der Region gebraucht wird, schlüssele die Bahn nicht auf, sagte eine Sprecherin. Der immer wieder geforderte Ausbau der Kapazitäten am Bahnhof Wörth ist damit nicht verbunden.

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Nur der erste Schritt

Baubeginn soll am 10. Mai sein. Gearbeitet wird vor allem nachts und an den Wochenenden. Dabei wird auch zeitweise die Strecke gesperrt. Zudem wird es tageweise zu Einschränkungen des Straßenverkehrs kommen: beispielsweise für den Einbau von Kabelquerungen oder das Aufstellen der neuen Schrankenanlage. Ansonsten: „Anwohner und Anwohnerinnen und Reisende werden rechtzeitig im Detail dazu informiert. Trotz des Einsatzes modernster Arbeitsgeräte ist Baulärm leider nicht zu vermeiden“, kündigt die Bahnsprecherin an.

Die moderne Signal- und Stellwerkstechnik macht das Schienennetz zuverlässiger, verspricht die Bahn: „Sie ermöglicht unter anderem eine bessere Disposition der Züge durch die durchgängige Bedienung aus dem zentralen Stellwerk in Germersheim und mehr Fahrmöglichkeiten in den Bahnhöfen im Regel- und Baustellenbetrieb sowie weniger Instandhaltungsaufwand.“

Stellwerk am Bahnhof Germersheim.
Stellwerk am Bahnhof Germersheim.
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