Kreis Germersheim Kreis Germersheim: Kliniken versorgen weiterhin Notfälle
Die Asklepios-Krankenhäuser in Germersheim und Kandel erfüllen alle Voraussetzungen, um auch weiter eine Notfallversorgung anbieten zu können. So lautet die Einschätzung von Geschäftsführer Frank Lambert. Im Jahr 2017 gab es 2312 solcher Einsätze.
„Die Asklepios Südpfalzkliniken erfüllen an ihren beiden Standorten Kandel und Germersheim auch weiterhin die Voraussetzung zur Teilnahme an der Notfallversorgung.“ So lautet die Einschätzung von Frank Lambert, Geschäftsführer der beiden Kliniken. Künftig soll bundesweit ein neues System der Notfallversorgung gelten. Das hat der Gemeinsame Bundessausschuss beschlossen. Dabei kommt vor allem die Versorgung in kleineren Häusern auf den Prüfstand. Die Krankenhäuser in Annweiler sowie in Rockenhausen, in Kirchheimbolanden werden deshalb wohl keine Notfallversorgung mehr übernehmen (die RHEINPFALZ berichtete).
Asklepios-Standorte erfüllen Voraussetzungen
Die Häuser in Kandel und Germersheim erfüllten jedoch bereits heute die entsprechenden Voraussetzungen: Beide Asklepios-Standorte verfügten „nachweislich über die festgelegte Anzahl und Ausrichtung der medizinischen Fachabteilungen, über entsprechend qualifiziertes medizinisches Fachpersonal und über die geforderten Kapazitäten zur Versorgung von Intensivpatienten.“ Auch die Strukturen und Prozesse in den Notfallaufnahmen entsprächen den gestellten Bedingungen. Im Kalenderjahr 2017 hätten die Notärzte der Asklepios Südpfalzkliniken in insgesamt 2312 Einsätzen die Notfallversorgung sichergestellt, heißt es in der Pressemitteilung. Das entspreche 6,3 Einsätzen pro Tag. Allerdings sei im Tagdienst, also zwischen 7.30 Uhr und 16 Uhr, die Einsatzhäufigkeit mit im Durchschnitt 3,4 Einsätzen höher als im Vergleich zu den Abend- und Nachtstunden. Dann liege der Durchschnitt bei 2,9 Einsätzen. „Alle Voraussetzungen zur strukturellen, räumlichen und gerätetechnischen Ausstattungen werden erfüllt, sogar übererfüllt“, schreibt Geschäftsführer Lambert. In den Asklepios Kliniken gebe es Fachabteilungen in den Bereichen Chirurgie, Gynäkologie und Innere Medizin. Darüber hinaus verfügten die Südpfalzkliniken „über die übliche ärztliche Präsenz hinaus“ an beiden Standorten rund um die Uhr über einen im Einsatz befindlichen Facharzt zur Versorgung schwerkranker und beatmungsbedürftiger Patienten im Intensivbereich. Am Standort Kandel sei darüber hinaus eine spezielle Versorgung von Herzerkrankungen wie Herzinfarkten zu jeder Tages- und Nachtzeit sowie die besondere Behandlung von Schlaganfallpatienten in einer sogenannten Stroke Unit möglich.
Gezielte Entwicklung soll weitergeführt werden
Dass die Anforderungen an die Notfallversorgung an beiden Standorten erfüllt werden, sei ein Beleg „für die gezielten Entwicklungen der Kliniken“, diese sollten weitergeführt werden, so Lambert. Die Notfallversorgung im Landkreis Germersheim sei medizinisch sehr gut aufgestellt. In dem Zusammenhang verweist Dr. Matthias Wölfel, Oberarzt, Anästhesist und Leiter der Notarztstandorte, auch auf das Projekt „Mobile Retter“, in dem der Landkreis Germersheim mit den Südpfalzkliniken kooperiert. Menschen mit einer Ersthelferausbildung können sich bei „Mobile Retter“ registrieren lassen und über ihr Smartphone im Ernstfall zu einem Notfall gerufen werden. Dank ihrer Ausbildung können die ehrenamtliche wertvolle Minuten überbrücken, bis der Notarzt eintrifft.