Kreis Germersheim Kommentar: Wasser steht bis zum Hals

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Mithelfen oder Totenglöcklein mitläuten – die 135 Mitglieder

des Westheimer Angelsportvereins müssen sich jetzt entscheiden!

Dem Angelsportverein (ASV) 1959 Westheim steht das Wasser bis zum Hals. Der Traditionsverein schnappt nach Luft, droht aber unterzugehen, sogar zu ertrinken. Die Zeichen sind besorgniserregend: Alle Vorstandsämter müssen neu besetzt werden. Es gibt aber kaum Kandidaten. Helfer und aktive Angler sind ebenso Mangelware. Der Verein ist zudem überaltert. Und: Das Vereinsgewässer, der Druslachweiher, in einem sehr schlechten Zustand. Bei der Jahreshauptversammlung hat der zweite Vorsitzende Marco Hellmann deutliche Worte gesprochen, die Auflösung des ASV klar ins Spiel gebracht. Der (noch) verbliebene Vorstand hat auch ein deutliches Zeichen gesetzt, beschlossen, dass das beliebte Fischessen am Karfreitag dieses Jahr ins Wasser fällt. Eine richtige Entscheidung! Nur so wird der Ernst der Lage deutlich. Klar ist aber auch: Die vielen Baustellen motivieren Mitglieder nicht gerade dazu, ein Amt zu übernehmen, wirken abschreckend. Dennoch: Aussichtslos ist die Lage nicht. Ein gut harmonierendes Vorstandsteam könnte den Karren wieder aus dem Dreck ziehen. Aber nur dann, wenn es auf freiwillige Helfer zurückgreifen kann. Ein funktionierender Vorstand ohne Freiwillige ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Es kann nicht sein, dass die ganze Arbeit am Vorstand hängen bleibt. Der ASV hat viele Jahre das Dorfleben mitgeprägt, bereichert. Es wäre daher sehr schade, wenn er nach 56 Jahren in der Versenkung verschwinden würde. Alle 135 Mitglieder müssen sich nun überlegen, ob sie ihrem Verein in dieser prekären Lage jetzt unter die Arme greifen oder das Totenglöcklein mitläuten.

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