WESTHEIM
Kita ab Dienstag wieder offen
Die erlösende Nachricht für Eltern, Erzieher, Kinder und Kommune kam am Donnerstag: Eine am 10. November auf Wunsch der Versicherung vorzeitig getätigte zweite Luftmessung ist laut Ortsbürgermeisterin Susanne Grabau und dem für die Kita zuständigen Beigeordneten Gerhard Weiss (beide FWG) „sehr gut ausgefallen“: Sie hat ergeben, dass die Schimmelsporenbelastung sehr gering ist, die Werte „ganz normal“ sind.
Grabau erklärt, dass als Referenzwert zur Beurteilung der Belastung die Außenluft dient – und im Außenbereich vor allem im Herbst, ganz besonders im Wald, Schimmelsporen ganz normal sind. Das Labor kam nun zum Ergebnis, dass in der Kita sogar deutlich weniger Sporen als draußen vorhanden waren.
Möbel und Spielsachen werden desinfiziert
Ende Oktober hatte das noch anders ausgesehen: Damals stellten die Experten in zwei Räumen eine Belastung fest und empfahlen, die seit 19. Oktober geschlossene Kita weiter nicht zu öffnen und die Trocknungsgeräte, die erst am Mittwoch abgestellt wurden, in Betrieb zu lassen. Mit dem Fogging-Verfahren, einer Vernebelung, sollten danach vorhandene Sporen vernichtet werden: „Die Vernebelung ist nun nicht mehr nötig. Alle Möbel und Spielsachen werden aber desinfiziert“, informiert Grabau im Gespräch mit der RHEINPFALZ.
Toiletten und Waschbecken nur für Erwachsene
Ihren Angaben zufolge werden die Kinder am Montag letztmals im Bürgerhaus notbetreut, allerdings nur bis 14 Uhr. Danach erfolgt der Umzug zurück in die Kita. „Ab Dienstag können dann wieder alle Kinder in die Kita kommen“, sagt sie erleichtert. Und ist froh, dass es während der Notbetreuung keinen Corona-Fall gab, der Betrieb nicht eingestellt werden musste: „Das war unsere große Angst die ganze Zeit“, gibt sie zu. Aber: Die Corona-Pandemie hatte, so komisch es klingt, auch etwas Gutes: Weil das Bürgerhaus nicht vermietet werden konnte und auch von Vereinen nicht genutzt wurde, war es möglich, dorthin den Kita-Betrieb zu verlagern. Die Betreuung war jedoch nicht immer einfach, eine Herausforderung für die Erzieherinnen: Grabau nennt als Beispiele das Zusammensein von größeren und kleineren Kindern in einem Raum, die „sehr enorme Lärmbelastung“ und die für Erwachsene ausgelegten sanitären Anlagen im Bürgerhaus.
Noch sind nicht alle Reparaturen gemacht
Auch wenn die Betreuung künftig wieder in der Kita stattfindet, muss weiter improvisiert werden: Mehrere Räume sind gesperrt und müssen wegen des Wasserschadens bei laufendem Kita-Betrieb renoviert werden. Betroffen sind die Küche und der benachbarte Raum, in dem sich das Bällchenbad befindet – sowie der Raum der Schneckengruppe mit Nebenraum. Die Kinder der Schneckengruppe werden deshalb im Turnraum betreut – und Mittagessen gibt es „in mehreren Schichten“ weiter im kleinen Saal des Bürgerhauses.
Zwei Gruppen für Corona-Sicherheit
Grabau hofft, dass die Arbeiten bis Weihnachten abgeschlossen sind. Aber: „Die Firmen sind nicht so einfach zu bekommen“, sagt sie. Offen ist auch noch, ob die Versicherung, die „sehr genau“ ist, alles zahlt: „Da gibt es noch keine endgültige Aussage.“ Um zu verhindern, dass bei einer Corona-Infektion die gesamte Einrichtung geschlossen werden muss, gibt es künftig „zwei Gruppensettings“: Schnecken- und Katzengruppe sowie Mäusegruppe und Hortkinder bilden jeweils eine Einheit. So kommen nur zwei und nicht alle vier Gruppen miteinander in Berührung.