Kreis Germersheim IGS-Neubau rückt etwas näher

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16 Architektenbüros aus dem gesamten Bundesgebiet waren vergangene Woche zum Kolloquium des Architektenwettbewerbes zum Neubau der Integrierten Gesamtschule Kandel erschienen. Das teilte die Kreisverwaltung Germersheim jetzt mit. Bis zum März sollen die Wettbewerbsbeiträge vorliegen.

Vor Ort konnten sich alle Teilnehmer die Gegebenheiten ansehen und Details der Ausschreibung besprechen. „Die häufigsten Fragen wurden zum Raumprogramm mit Unterrichtsflächen und Mensa, Freiflächenplanung und zu den Wegeführungen gestellt“, sagt Baudezernent Michael Gauly. Die Kreisverwaltung Germersheim hatte den europaweiten Architektenwettbewerb zum IGS-Neubau Ende Oktober im Europäischen Amtsblatt bekannt gegeben. Im Bewerbungszeitraum von vier Wochen hatten 50 Büros aus Österreich, Deutschland und Luxemburg ihre Unterlagen eingereicht. Die Fachabteilung habe dann anhand von Formalien und Kriterien wie berufliche Qualifikation, Haftpflichtversicherung oder Referenzen 25 Büros ermittelt, die zur Bearbeitung der Wettbewerbsaufgabe eingeladen wurden. Die Auslobung sieht, neben dem geplanten Abriss des maroden Altbaus, die Planung des anstehenden Ersatzneubaus in einer Größenordnung von rund 3000 Quadratmetern Hauptnutzfläche vor. Dazu kommt eine Mensa mit Küche und Ganztagesräumen mit rund 400 Quadratmetern. Eine wichtige Aufgabe der Architekten ist es, die bestehende Bausubstanz aus dem Jahr 1999 einzubinden. Für Preise und Anerkennungen stehen 75.000 Euro netto zur Verfügung. Bis März 2017 sollen die Wettbewerbsbeiträge vorliegen. Auswahl und Prämierung übernimmt ein Preisgericht, das aus Architekten und Landschaftsplanern besteht. Einer der prämierten Entwürfe wird danach den Auftrag erhalten und die konkreten Planungen zum Neubau können beginnen. Damit kommt eine komplizierte Geschichte einen Schritt weiter: Nachdem gravierende Brandschutzmängel im Altbau festgestellt wurden, mussten Klassenzimmer geräumt werden. Seit Januar 2013 wird deshalb die Oberstufe in Containern unterrichtet. Die Verantwortlichkeit für die Baumängel konnte zwischen Stadt Kandel und Landkreis – die Trägerschaft war nach der Einrichtung der IGS in der ehemaligen Hauptschule 1994 zum Kreis gewechselt – nicht abschließend geklärt werden. Für Abriss und Neubau des Gebäudetraktes rechnet der Kreis mit circa 14 Millionen Euro. Der Finanzierungsvorschlag des Kreises besagt, dass Kandel sich mit einer Summe zwischen 2,5 Millionen Euro und 4,1 Millionen Euro beteiligt. Er hatte vor seiner Verabschiedung im Verbandsgemeinderat Kandel für Wirbel für gesorgt, unter anderem weil wegen eines Zählfehlers die Abstimmung nach der Sommerpause noch einmal wiederholt werden musste. |rhp

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