Wörth
Hochwasser: Fast alle Pumpen wieder abgebaut
Das aufziehende Gewitter ist auch der Grund, warum draußen am Schauffele-See die THWler aus Sachsen es eilig haben. Seit 9 Uhr bauen sie Pumpen und Leitungen ab, das meiste ist schon auf den blauen Lastwagen verstaut. Über zwölf Kilometer Schläuche wurden verlegt, ein 20-Meter-Stück wiegt im Schnitt 75 Kilogramm. Die müssen zwar nicht von Hand in den Lastwagen gehoben, aber zusammen gerollt werden.
Lukas Spahn (23) ist am Sonntag gegen 13 Uhr aus Bautzen nach Wörth gekommen. Der Zugführer gehört zu den 40 THWlern aus Sachsen und Thüringen, die mit drei Pumpen am Schauffele-See stationiert waren: „Zwei Pumpen die 5000 Liter in der Stunde schaffen und eine Großpumpe die 15.000 Liter packt.“ Elf Pumpen hatte das THW insgesamt gestellt, insgesamt 350 Helfer – in der Spitze 200 gleichzeitig – sorgten dafür, dass alles läuft.
Zwölf-Stunden-Schichten
Seit Sonntag arbeitet Spahn in Zwölf-Stunden-Schichten. Normal seien acht Stunden, aber es waren zu wenig Leute, erzählt er. Warum er das macht? „Um zu helfen.“
Geschlafen haben die THWler in einer Halle, und einmal durchschlafen wollen sie endlich in der Nacht auf den Freitag, bevor sie nach Hause fahren. Jetzt müssen sie aber erst möglichst bei trockenem Wetter mit dem Abbau fertig werden, blickt er etwas sorgenvoll auf die heranziehenden schwarzen Wolken. Es bleibt dann aber bei ein paar Tropfen, das Unwetter tobt sich dieses Mal woanders aus.