Germersheim/Bellheim Handgranaten und Sprengstoff im Erddepot entdeckt

Sprengstoff und Handgranaten wurden im Bellheimer Wald entdeckt.
Sprengstoff und Handgranaten wurden im Bellheimer Wald entdeckt.

Von der Polizei Germersheim abgesperrt ist seit Donnerstag ein Areal um einen Hochspannungsmast im Bellheimer Wald. Bei Sanierungsarbeiten an dem Freileitungsmast wurden „zwei Handgranaten und mehrere Hundert Gramm Sprengstoff gefunden“, sagt Oberstaatsanwalt Christopher do Paço Quesado von der Generalstaatsanwaltschaft Koblenz auf RHEINPFALZ-Anfrage. Die Gegenstände „waren in zirka 50 Zentimeter Tiefe in der Erde vergraben und wurden bei Baggerarbeiten entdeckt“. Aufgrund der Auffindesituation und dem Zustand des Sprengstoffs sei davon auszugehen, dass diese Gegenstände „sich bereits seit längerer Zeit dort befanden“. Wie lange genau die Gegenstände dort abgelegt waren, könne derzeit noch nicht abschließend beurteilt werden. Hinweise darauf, dass „die Gegenstände zur Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion am Fundort abgelegt wurden, bestehen derzeit nicht“, so der Oberstaatsanwalt. Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass es sich „wahrscheinlich um ein Erddepot gehandelt“ hat, welches nicht erst kürzlich angelegt worden ist. Bei dem gefundenen Sprengstoff „dürfte es sich um eine Ammonium-Nitrat-Verbindung handeln“, sagt do Paço Quesado. Die Ermittlungen stünden erst am Anfang, Hinweise auf Täter gebe es derzeit noch nicht.

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