Freckenfeld
Glasfaserkabel und ein Funkmast für den Ort
Die Deutsche Glasfaser soll die Gemeinde mit schnellem Internet versorgen. Das jedenfalls sieht der Kooperationsvertrag zwischen der Verbandsgemeinde Kandel (VG) und dem Unternehmen vor, dem der Ortsgemeinderat nun geschlossen zustimmte. An diesem Punkt war Freckenfeld vor drei Jahren allerdings schon einmal, damals hatte die Schweizer Firma RMT versprochen, Glasfaserkabel zu verlegen – woraus bis heute nichts wurde. Jens Forstner, Hauptamtsleiter der VG, fand klare Worte: „Wenn diese Firma so weiter arbeitet, sind wir in zehn Jahren noch nicht in Freckenfeld“. Weil es von RMT keine zeitlichen Informationen gab, habe die Verwaltung Anfang des Jahres auf das Angebot der Deutschen Glasfaser reagiert. Demnach soll jeder Haushalt mit Glasfaser versorgt werden.
Am 9. November soll endgültig über die Umsetzung entschieden werden. Voraussetzung ist, dass jeweils 40 Prozent der Haushalte in Kandel und den Ortsgemeinden der VG einen Vertrag mit der Deutschen Glasfaser abschließen. Wenn das erreicht wird, ist der Anschluss für diejenigen, die bis dahin eine entsprechende Vereinbarung unterzeichnet haben, kostenlos. Danach kostet der Anschluss 750 Euro. Wenn das alles klappt, so die Prognose des Unternehmens, könne im nächsten Jahr mit dem Ausbau begonnen werden. Näheres können Bürger bei einer Informationsveranstaltung am 26. August erfahren, zudem richtet der Anbieter laut Forstner ein Büro in Kandel ein.
Funkmast soll aufgestellt werden
Ein weiteres Thema, bei dem Handlungsbedarf in Freckenfeld besteht, ist die Mobilfunkversorgung. Ingo Reinhardt, Kommunalbeauftragter der Telekom für die Region Südwest, zeigte mit einer Grafik auf, dass es viele weiße Flecken gibt. Denn die Gemeinde wird derzeit von zwei Mobilfunkstellen in Nachbarorten versorgt. Für Freckenfeld steht jetzt ganz vorn, einen Mobilfunkstandort aufzubauen. Viel diskutiert in diesem Zusammenhang ist die Auswirkung eines Funkmastens auf die Gesundheit der Anwohner. Es gebe viele Studien der WHO und des Bundesamtes für Strahlenschutz, die mit Empfehlungen der Bundesnetzagentur ausgestellt werden. Erst wenn diese Empfehlungen zu Abständen oder Grenzwerten erfüllt wären, stelle die Bundesnetzagentur eine Standortbescheinigung für die Netzbetreiber aus, antwortete Reinhardt auf eine Frage von Jutta Hay (CDU).
Mit dem Dampfnudeltor, dem Dorfladen und auf dem ehemaligen Dreschplatz hatte die Gemeinde drei Standorte für einen Funkmast vorgeschlagen. Die Telekom habe sechs Standorte ins Auge gefasst. Doch keiner, so Reinhardt, könne 80 Prozent abdecken. Welches Gebiet abgedeckt wäre, könne man sich einfach vorstellen: Alles was von der Spitze eines Turms mit einer Taschenlampe zu sehen ist, sei abgedeckt. In Freckenfeld müsste so ein Turm 40 Meter hoch sein. Jörg Thürwächter (CDU) brachte einen Antennenträger auf der Schule ins Gespräch. Das wäre Reinhardt zufolge tatsächlich möglich. Stefan Foos (SPD) wollte wissen, wann der Mobilfunkstandort gebaut werde und ob 5G damit möglich wäre. Der Erstausbau wäre mit 4G, sagte der Telekomvertreter. In den nächsten zwei Wochen werde die Telekom ihre Wünsche für den Standort in Freckenfeld mitteilen.