Kreis Germersheim Geld auch für private Projekte

Kandel kann auch künftig mit Fördermittel der Landesregierung rechnen. Die Stadt wurde als 26. Gemeinde des Landes in das neue Städteförderungsprogramm „Aktive Stadtzentren“ aufgenommen. Den Aufnahmebescheid übergab Staatssekretär Günter Kern (SPD) vom rheinland-pfälzischen Innenministerium bei einer Besprechung an Stadtbürgermeister Günther Tielebörger (SPD) und Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD).
Kandel wurde ausgewählt, weil die Stadt als Mittelzentrum alle Voraussetzungen erfüllt, hieß es. Lobend erwähnt wurde dabei, dass die eingereichten Unterlagen von der Bau- und Umweltplanerin der Bauabteilung der Verwaltung Stadt Silke Struppler hervorragend ausgearbeitet waren. Das Förderprogramm ist angelegt für zehn Jahre und mit Landeszuschüssen von insgesamt 6 Millionen Euro ausgestattet. Für Maßnahmen im laufende Jahr sind bereits 450.000 Euro vorgesehen. Die Förderquote für die einzelnen Maßnahmen kann dank einer Stellungnahme der Kreisverwaltung bis zu 80 Prozent gehen. Das von der Stadt vorgesehne Fördergebiet im Stadtkern umfasst 28 Hektar und geht von der Ampelkreuzung im Osten bis fast zum Bahnübergang im Westen und von der Georg-Todt-Straße im Süden bis zur Marktstraße im Norden. Innerhalb dieses Gebietes können sowohl öffentliche als auch private Maßnahmen gefördert werden – sofern sie in den vorgesehenen Rahmen des Programms passen und auch von den Bürgern mitgetragen werden. Schließlich sei eine gelungene Stadtentwicklung die Aufgabe aller Bürger und nicht nur derjenigen die für die Stadt Verantwortung haben. Um eine Bürgerbeteiligung zu gewährleisten werden, so Bürgermeister Tielebörger, zu gegebener Zeit „Bürgerworkshops“ veranstaltet. Gedacht ist auch, so Tielebörger weiter, an eine enge Zusammenarbeit mit dem Verein für Handel und Gewerbe, der ja auch an einem „aktiven Stadtzentrum“ interessiert sein muss. Um in den Genuss des Förderprogramms zu kommen muss der Stadtrat innerhalb der nächsten zwölf Wochen entsprechende Beschlüsse fassen. Innerhalb von zwölf Monaten müssen dann die vorbereitenden Maßnahmen ausgearbeitet werden. Diese Arbeiten sollen, so eine Empfehlung, an ein Fachbüro gegeben werden. Weiterhin wird auch die Schaffung einer halben Stelle für einen „City-Manager“ empfohlen, der dann die durch das Förderprogramme anfallenden Arbeiten zu bewältigen hat. |wm