Kreis Germersheim Gasthof zieht nicht

Der Pächter des Landgasthofes in Westheim hat den Pachtvertrag zum 31. Oktober gekündigt, weil der Betrieb keinen Verdienst abwerfe, informierte Ortsbürgermeisterin Inge Volz (SPD) in der Gemeinderatssitzung. Der Rat ist einhellig der Meinung, dass zunächst eine neue Verpachtung angestrebt werden soll.
„Der Pächter würde gerne früher rausgehen und hat wohl auch Interessenten an der Hand, die wir aber nicht kennen“, sagte Volz. Man müsse jetzt das weitere Vorgehen abwägen: Verkauf, Umbau zu Wohnzwecken, Nutzung für Feste oder Wiederverpachtung. „Wir haben viel Geld in das Gebäude investiert, deshalb sollte eine Verpachtung Priorität haben“, sagte Susanne Grabau (FWG). Angelika Schmitt (CDU) stimmte zu: „Wenn das nicht klappt, haben wir ja immer noch andere Möglichkeiten.“ Alexander Dietz (SPD) meinte, man solle für diese Begegnungsstätte im Ortskern wieder einen Pächter suchen: „Wir haben den Topf und brauchen nur den passenden Deckel.“ Beigeordneter Otto Hoffmann (CDU) glaubt, dass schon allein die Wohnung einen gewissen Wert habe und sicherte das Bemühen, eine Lösung zu finden, zu. Zweiter Beigeordneter Stefan Leinenbach (FWG) denkt, wenn das Konzept stimme, „gehen die Leute auch in Gaststätten.“ Ortsbürgermeisterin Volz informierte, dass der Landesbetrieb Mobilität in Speyer zur Machbarkeitsstudie zwecks Öffnung des Hirschgrabens zwischen Lingenfeld und Westheim weitere Informationen erbeten habe. Bei einer geschätzten Fahrzeugzahl von 2500 in beiden Richtungen täglich empfehle der LBM eine Straßenbreite von sechs Metern, so Volz. Die vorhandene Brücke des Wirtschaftsweges über die B 9 ist 4,5 Meter breit. Laut LBM sei dies nicht ausreichend, zudem werde die Tragfähigkeit in Bezug auf die höhere Belastung hinterfragt. Laut Volz halte der LBM eine Verbreiterung der Brücke nicht für wirtschaftlich. Bei zwei Enthaltungen wurde beschlossen, an die Firma Deutsche Funkturm GmbH eine Fläche für die Errichtung eines Funkmastes mit 35 Metern Höhe „Im großen Ballreich“ außerhalb der Ortslage für 15 Jahre zu vermieten. Die Jahresmiete beträgt 2200 Euro. Sämtliche Kosten für Erstellung und Einrichtung trägt der Mieter. Für die Sanierung des gemeindeeigenen Anwesens Waldstraße 32 wurden mit jeweils acht Ja-Stimmen und sieben Enthaltungen seitens der SPD folgende Aufträge vergeben: Wärmedämm- und Putzarbeiten Firma Hoffmann, Westheim 11.600 Euro, Maler- und Lackierarbeiten Firma Fellhauer, Östringen 14.500 Euro, Betonsanierung 12.200 Euro und Balkonabdichtung 20.700 Euro jeweils Firma bbr, Eppelborn, Erneuerung Haustür Firma Stadler, Römerberg, 6000 Euro.