Kreis Germersheim Fischerfeste gibt’s nur mit genügend Helfern

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Aufatmen bei den Anhängern des Angelsportvereins (ASV) 1959 Westheim: Die drohende Vereinsauflösung ist vom Tisch. Seit Samstag hat der 135 Mitglieder starke Traditionsverein wieder einen Vorstand. Bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung wählten die 21 Anwesenden den Ex-Vorsitzenden Bruno Waldhauser zum neuen Chef und den bisherigen Kassenprüfer Rüdiger Gross zu dessen Stellvertreter.

Die außerordentliche Versammlung war nötig, weil bei der Hauptversammlung im Februar die Neuwahl des Vorstands scheiterte. Wie berichtet, wollte „Vize“ Marco Hellmann, der nach dem Rücktritt von Vorsitzendem Bruno Waldhauser seit Ende Januar 2015 den ASV geführt hatte, die Weichen für eine Vereinsauflösung stellen, falls die Vorstandswahlen auch im zweiten Anlauf missglückten. Das war aber nicht der Fall. Denn: Bruno Waldhauser, der im Januar 2015 nach 14-jähriger Vorstandsarbeit sein Amt als Vereinschef niedergelegt hatte, weil ihm „ein Wechsel im Vorstand sinnvoll“ erschien, erklärte sich am Samstag bereit, wieder Verantwortung als Vorsitzender zu übernehmen. „Es geht mir in aller erster Linie darum, dass der ASV nicht aufgelöst wird“, begründete er seine Kandidatur nach gut „einjähriger Pause“. Und betonte, dass er „im letzten Jahr aus Frust zurückgetreten“ sei: „Es kann nicht sein, dass einer alleine das Fischerfest macht – von A wie Aufbau bis Z wie Zwiebelschneiden.“ Er sei gerne bereit, für den Verein wieder aktiv zu sein, habe versucht, eine Mannschaft zusammenzubekommen und sei dankbar für diejenigen, die Ja gesagt hätten. Waldhauser sagte: „Wir machen weiter, aber in den Maßen, die uns möglich sind. Es kann nicht sein, dass drei Familien das Fischerfest stemmen, damit der Verein Geld verdient.“ Er wolle auch nicht betteln gehen, um Helfer zu finden: „Wenn wir Helfer haben, um ein Fest zu machen, machen wir das. Wenn wir sie nicht haben, machen wir es nicht.“ Der Vorsitzende blickte auf tolle Veranstaltungen in der Vergangenheit zurück. Und sagte: „Da wollen wir eigentlich auch wieder hin.“ Das Wichtigste sei aber die Pflege des Druslachweihers: „Wir müssen uns da besser darstellen, am Gewässer ein ordentliches und sauberes Bild bieten.“ Waldhauser betonte: „Es ist in den nächsten drei Jahren unsere Aufgabe, einer neuen Generation den Weg zu ebnen.“ In zwölf Minuten waren die Neuwahlen abgehakt. Mit Freudentränen in den Augen sagte Günter Grabau, der viele Jahre Vorstandsmitglied war: „Mir fehlen die Worte. Ich freue mich, dass wir einen Vorstand haben.“ Ex-„Vize“ Marco Hellmann, der nun Beisitzer ist, sagte: „Ich bin gottfroh, dass es anders ausgegangen ist als ich mir ausgemalt habe.“ (nti) NEUWAHLEN Vorsitzender: Bruno Waldhauser; Zweiter Vorsitzender: Rüdiger Gross; Kassenwart: Thomas Trauth; Schriftführer: Nikolai Leibeck; Gewässerwart: Jürgen Scherer; Vogelwart: Harald Gehre; Beisitzer: Arnold Scheid, Marco Hellmann, Achim Mohnhaupt; Kassenprüfer: Inge Volz, Bernd Messerschmitt. (nti)

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