Kreis Germersheim Europa-Platz: Kritik am geplanten Standort

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«Germersheim». Die Stadt soll „am falschen Platz auf der Nordseite des Weissenburger Tores einen Europaplatz bekommen.“ Das schreibt Manfred H. Däuwel, der bei der Europa-Union für den Europäischen Wettbewerb zuständig ist, in einer Stellungnahme zu den Plänen für einen Europa-Platz (wir berichteten).

„Der dort wohl zu Recht stehende Oktroy-Brunnen beherrscht das Plätzchen“, kritisiert Däuwel. Keiner der Platzbenennungsinitiatoren habe über die Bedeutung des nach „Wahrig“ und „Duden“ aus dem Französischen kommenden Wortes Oktroy ein wenig nachgedacht, schreibt Däuwel. „Es bedeutet ’jemanden (rechtswidrig) etwas aufdrängen, auferlegen’, auch ’aufzwingen’“. Zur Festungszeit seien den ankommenden Händlern Gebühren und Zölle aufgezwungen worden. Das sei glücklicherweise in der EU abgeschafft. Europa sollte den Menschen nicht aufgedrängt, schon gar nicht aufgezwungen, sondern nahegebracht werden, um sie für die Idee des geeinten Europas zu gewinnen, schreibt Däuwel. Der „hochwohllöbliche Beschluss hätte zutreffender zur Brücke an der Südseite des Tores gepasst“, so Däuwel. „Vor oder auf der neuen Europabrücke würden sich doch weiterhin die Gäste im Regelfall für Festungsführungen versammeln. Europa als Treff- und Gesprächsplatz, ja das wäre nachhaltig zukunftweisend gewesen. Schade!“

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