Kreis Germersheim DB: S-Bahn könnte bis Wörth fahren
Die Bahn sieht Verbesserungsmöglichkeiten bei der Schienenverbindung Germersheim-Wörth und widerspricht damit dem Zweckverband Schienenpersonennahverkehr (ZSPNV), der den Stadtbahnverkehr auf dieser Strecke organisiert. Das geht aus der Antwort der Bahn in einem Brief der beiden CDU-Abgeordneten Thomas Gebhart und Martin Brandl hervor. Durchgehende S-Bahn-Anbindung ist möglich.
und Gebhart hatten Deutsche Bahn und ZSPNV um Prüfung gebeten, ob und wie eine Verbesserung des Taktes auf der Strecke Germersheim – Wörth – Karlsruhe möglich ist, und zwar durch eine Weiterführung von S-Bahn-Zügen aus dem VRN-Gebiet über den bisherigen Endpunkt Germersheim hinaus bis nach Wörth und Karlsruhe. Der ZSPNV hatte maximal ein zusätzliches Zugpaar morgens und abends für möglicherweise machbar gehalten (wir berichteten). Weitere Verbesserungen seien aufgrund vertraglicher Bindungen bis 2023 und fehlender zusätzlicher Züge nicht möglich. Ganz anders die Einschätzung der Deutschen Bahn: Durch eine laut Bahn problemlos realisierbare zeitliche Verschiebung bei den bestehenden Zügen der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft (AVG) wäre eine stündliche Verlängerung der S-Bahn-Linie S3 des VRN zwischen Germersheim und Wörth möglich. Dies würde zudem Vorteile für verschiedene Anschlüsse mit sich bringen. Damit sei keinerlei Leistungsreduzierung bei der AVG verbunden. Dieses Szenario beschreibt der Konzernbevollmächtigte der Bahn für Rheinland-Pfalz und das Saarland, Jürgen Konz. Diese Option sollte in jedem Fall genauer geprüft werden“, fordern Brandl und Gebhart. Brandl richtet die Forderung auch an die neue Koalition in Mainz. „Die geplanten teuren Schienenreaktivierungsprojekte im Land dürfen nicht auf Kosten von Taktverbesserungen in der Südpfalz gehen“, so der Abgeordnete. (rhp)