Kreis Germersheim Das Reifenlager wächst und wächst

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Es ist riesig, was da am nördlichen Ortsrand von Bellheim in Richtung Westheim entsteht. Die Lagerhalle für Autoreifen, die der Neu-Ulmer Logistiker Honold für rund 14 Millionen Euro hier baut, nimmt Konturen an. Baubeginn war vor etwa zweieinhalb Monaten, Ende März kommenden Jahres soll sie bezugsfertig sein und 80 bis 100 Menschen eine Arbeitsstelle bieten (wir berichteten). Nach Unternehmensangaben sind die Arbeiten voll im Zeitplan und auch die Kosten im Rahmen. 37.000 Quadratmeter umfasst die voll isolierte Stahlhalle, die 35 zum Wald weisende Tore für Lastwagen haben soll. Die Ausrichtung der Tore soll den Menschen in den angrenzenden Wohngebieten Lärm ersparen, wie er beim Rangieren der Lastwagen entstehen kann. In einem früheren Gespräch sagte Ortsbürgermeister Paul Gärtner (Wählergruppe Adam), dass die Gemeinde das Gelände an Honold verkauft hat, verbunden mit der Option, innerhalb von drei Jahren weitere 10.500 Quadratmeter hinzuzukaufen. Honold plane auch Transporteure in der Region zu beauftragen, was weitere Arbeitsplätze schaffen oder zumindest sichern könnte. Der durch das Logistikzentrum entstehende Verkehr soll nach den Plänen der Gemeinde über die Ölstraße zu B 9 beziehungsweise umgekehrt. Nach Aussage von Geschäftsführer Hans-Heiner Honold ist das Projekt in Bellheim eine der größten Investitionen in der 130-jährigen Geschichte des mittelständischen Familienunternehmens. Auf einem 12.000-Quadratmeter-Areal neben der Halle sollen 1200 bis 1800 Quadratmeter große Gewerbeflächen ausgewiesen werden. Dabei können Grundstücksgröße und -zuschnitt gemäß Ratsbeschluss abhängig von den Wünschen der Käufer variieren. Wie Ortsbürgermeister Gärtner gestern mitteilte, hat die Gemeinde im vorderen Teil drei Grundstücke verkauft, zwei sind noch frei. Weitere etwa acht seien noch am geplanten Wendehammer zu vergeben. Das hintere Gelände sei noch zu erschließen. Das könne aber erst geschehen, wenn die ehemalige Geothermiebohrstelle zurückgebaut ist. Nachdem inzwischen das Bergbauamt die Rückbaupläne genehmigt habe, könnten die Arbeiten in Kürze beginnen und, wenn es gut läuft, zum Jahresende hin abgeschlossen sein, sagte Gärtner.

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