Kreis Germersheim Aktuelles Großprojekt: Politik
Im Internat wurde er „geformt“, später ging er zum Computer-Riesen IBM. Heute wird der Name Armin Buchlaub mit der Kommunalpolitik und dem gleichnamigen Architekturbüro in Verbindung gebracht. Auch zwei Jahre nach dessen Auflösung ist Buchlaub, der morgen 60 Jahre alt wird, ein Unternehmer.
Armin Buchlaub „durfte“ die drei Jahre Oberstufe bis zum Abitur in einem Baden-Badener Internat verbringen. Der Stil, der Mitte der 1970er Jahre dort herrschte, sei „militärisch“ gewesen, erinnert er sich. Aber: Man lernte auch, sich gegenseitig zu helfen. „Ein Riesen-Vorteil“, sagt er heute. Eigentlich hätte Buchlaub wie sein Großvater und Vater - späterer Gründer des Architekturbüros Buchlaub & Partner – danach Zimmermann werden können. Doch nachdem er ein Architektur-Studium abgebrochen hatte, lernte er Werbekaufmann. Danach studierte er Betriebswirtschaft in Mainz. Zu Beginn der 1990er Jahre wurde Buchlaub vom US-Computergiganten IBM „eingefangen“, wie er sagt. Er ging nach München und war als Gebietsleiter für Kunden wie BMW und MAN verantwortlich. Aus familiären Gründen entschloss er sich, in das Architekturbüro seines Vaters einzusteigen. Gleichzeitig gründete er mit „AOB BauConcept“ seine eigene Firma. In erster Linie machte sich Buchlaub ab 1995 als Kopf des Architekturbüros weit über Hagenbach hinaus einen Namen. Es sei aber „die Arbeit Vieler“ gewesen, die er präsentierte, betont er. Unter anderem gewann Buchlaubs Team einen Architektur-Wettbewerb der Sparkasse, deren Hauptstelle in Kandel umzubauen war. Das 1952 gegründete Architekturbüro wurde 2016 aufgelöst, Die Firma AOB besteht weiter. Sie unterhält Immobilien, berät auch in Baufragen. „Ich stelle mein Wissen zur Verfügung“, sagt Buchlaub. Der Kreis Germersheim zählt zu seinen Kunden – die Verbandsgemeinde Hagenbach nicht mehr, denn seit 2014 ist er erster Beigeordneter. Mitarbeiter hat Buchlaub keine mehr. Kommunalpolitisch ist er seit 1999 aktiv: zunächst im Verbandsgemeinderat, später im Stadtrat Hagenbach und im Kreistag. „Nebenbei“ ist der CDU-Politiker heute der erste Stellvertreter von Verbandsbürgermeister Reinhard Scherrer (SPD), dem er Ende 2004 bei der Bürgermeisterwahl unterlag. „Wir ticken ähnlich“, sagt Buchlaub. Beide seien sie keine Parteisoldaten. „Wir diskutieren schon hart und heftig. Aber es geht um die Sache.“