Bellheim RHEINPFALZ Plus Artikel Afrikanische Schweinepest: Vorbereitungen für den Fall der Fälle

Sollten Wildschweine an der Afrikanischen Schweinepest verenden, sollen Drohnen gekauft werden, um die Kadaver aufzuspüren.
Sollten Wildschweine an der Afrikanischen Schweinepest verenden, sollen Drohnen gekauft werden, um die Kadaver aufzuspüren.

In Anbetracht erster Fälle der Afrikanischen Schweinepest in Rheinland-Pfalz will sich die Verbandsgemeinde Bellheim vorbereiten, falls sich die Tierseuche weiter ausbreitet.

So schlug Tristan Benz (CDU, Ottersheim) vor, dass die Verbandsgemeinde Drohnen anschafft, um möglicherweise in Feld, Wald und Flur liegende tote Wildschweine aufzuspüren. Die Tierseuche sei nicht ohne. Schließlich müsste, falls ein daran verendetes Tier gefunden wird, eine größere Sperrzone rund um den Fundort eingerichtet werden. Zudem seien Auflagen für Landwirte möglich, auf deren Feld ein verendetes Wildschwein gefunden wird. Laut Benz könnten die Drohnen nicht nur im Hinblick auf die Afrikanische Schweinepest eingesetzt werden, sondern auch das Kontrollieren etwa von abzuerntenden Feldern auf darin sich versteckende Tiere.

Vor geraumer Zeit ist im Verbandsgemeinderat bereits über das Thema gesprochen worden. Damals hatte man vorgeschlagen, dass die Feuerwehr für die Drohnen zuständig sein könnte und entsprechendes Bedienungspersonal ausbilden lässt. Die Forderung war vor dem Hintergrund erhoben worden, Jungtiere in abzuerntenden Feldern zu entdecken. Ratsmitglied Marco Foye (FWG, Bellheim, der auch stellvertretender Wehrleiter ist) sagte, dass das nicht zuletzt aus personellen Gründen der Feuerwehr nicht möglich ist. Außerdem verfüge die Verbandsgemeinde-Feuerwehr über keine Drohnen, die habe der Kreis.

Bürgermeister Gerald Job (FWG) regte an, dass sich der Rat grundsätzlich für die Anschaffung der Drohnen aussprechen, und im kleinen Kreis darüber gesprochen werden soll, wie es weitergehen könnte. Ähnlich formulierte es CDU-Fraktionssprecher Alfred Gadinger, der vorschlug, dass die Verwaltung das weitere Vorgehen klären, mit Landwirten, Jägern und Kreisveterinäramt reden soll. Ein entsprechender Grundsatzbeschluss wurde dann gefasst.

Die Afrikanische Schweinepest ist eine anzeigepflichtige Tierseuche, die bei Haus- und Wildschweinen zu einer hohen Sterblichkeit führt. Überträger sind kranke Schweine, virushaltige Tierkadaver sowie Schlacht- und Speiseabfälle. Impfstoffe gibt es noch nicht. Eine Gefahr, dass sich die Krankheit auf den Menschen und andere Tierarten überträgt, besteht laut Fachleuten jedoch nicht.

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