Kreis Germersheim / Neustadt
Übergabe von Landesverdienstmedaillen in Neustadt
Die Auszeichnung wurde am Dienstag vom Präsidenten der Behörde SGD Süd, Hannes Kopf, in Neustadt übergeben.
Kommunalpolitiker mit Herz für IGS
Der pensionierte Lehrer Theodor Kleinmann (Jahrgang 1941) war von 1987 bis 1994 Mitglied des Verbandsgemeinderats Kandel und von 1987 bis 1994 deren zweiter Beigeordneter. Er engagiert sich ehrenamtlich für Senioren und war 2015 Mitbegründer des Projekts „Gemeinsam älter werden – zuhause in Steinweiler“. Auch der wöchentlich stattfindende Bürgertreff zum Thema „älter werden“ geht auf seine Initiative zurück. Eine besondere Herzensangelegenheit war ihm die Einrichtung einer Integrierten Gesamtschule (IGS). Steinmann ist und war viele Jahre Vorsitzender des 1992 gegründeten Vereins für eine IGS in Kandel.
Sozial sehr engagierter Unternehmer
Burkhard Müller ist nicht nur Senator h. c. (ehrenhalber) und Ritter des St.-Georgs-Ordens, sondern auch Chef eines Schmuckunternehmens mit Sitz in Rülzheim. „Müller engagiert sich sehr für soziale und gemeinnützige Zwecke und verfügt über ein überragendes Spendenengagement“, heißt es in der Würdigung. Er ist Preisträger des Wirtschaftspreises Goldjupiter für Soziale Marktwirtschaft, Co-Präsident und Bundesvorstandsmitglied des Wirtschaftskomitees Deutschland sowie Träger des Europakreuzes am Bande. Neben zahlreichen weiteren Vereinstätigkeiten unterstützt Müller die Sozialstation sowie die Braun’sche Stiftung in Rülzheim, ist in Jockgrim Mitglied des Kuratoriums für Kunst und Denkmalpflege, Präsident des Tennisvereins Rülzheim sowie seit vielen Jahren stark im Seniorenbereich der Verbandsgemeinde engagiert. Seit 1988 ist er Mitglied der Karnevalsgesellschaft Rülzheim.
Kämpfer für den Vogelschutz
Wilhelm Schuppert aus Rülzheim setzt sich für den Tierschutz ein, arbeitet bei der Sozialstation Rülzheim mit und ist bei der Braun“schen Stiftung aktiv. Einen großen Teil seines Lebens widmet er jedoch dem Vogelschutz, insbesondere in Ländern am Mittelmeer. Dabei scheut er persönliche Gefahren nicht und setzt sich unter großen Risiken für Leib und Leben gegen die Wilderei an Zugvögeln. Schuppert ist seit Jahrzehnten Mitglied des „Komitees gegen den Vogelmord“. Als solches wandert er unter anderem durch Bergregionen beispielsweise in Oberitalien, spürt Netze auf und zerstört aufgefundene Vogelfallen. Verletzte Tiere werden geborgen und versorgt. Er demonstrierte schon gegen den Stierkampf in Spanien und kümmerte sich um Straßenhunde in Griechenland, Ungarn und Malta. In seiner Heimat organisiert er Tierschutzwochen an Schulen und setzt sich für Tierheime ein. Er kümmert sich um die Bewohner von Altersheimen und spielt regelmäßig Gitarre für eine Gruppe von Alzheimer-Patienten.
Kommunalpolitiker mit Faible für Frankreich
Franz Nachbar aus Wörth (Jahrgang 1935) ist gelernter Schlosser. Er war jahrzehntelang Betriebsrat bei der Esso-Raffinerie in Karlsruhe tätig. Sein gewerkschaftlicher Einsatz drückt sich auch in einer 15-jährigen Tätigkeit als Vorsitzender der Vertrauensleute der IG-Chemie-Papier-Keramik aus. Dem Vorstand des DGB-Ortskartells und dem Vorstand der SPD Maximiliansau gehörte er seit 1977 über viele Jahre ebenfalls an; 1983 übernahm er die Führung des Ortsvereins. Nachbar war über zehn Jahre Ortsvorsteher in Maximiliansau und über mehrere Jahrzehnte Mitglied des Wörther Stadtrats, des Kreistags und Kreisrechtsausschusses. Besonders am Herzen liegt ihm die Partnerschaft zwischen Maximiliansau und der französischen Stadt Cany-Barville. Die Organisation der Feiern zum 25. und 30. Partnerschaftsjubiläum 1992 und 1997 gehört laut Pressemitteilung des Landes zu den Höhepunkten seiner kommunalpolitischen Tätigkeiten.