Dirmstein RHEINPFALZ Plus Artikel Zum 65. Geburtstag: Altbürgermeister Eberle hat Rückzug nicht bereut

Bernd Eberle wird 65.
Bernd Eberle wird 65.

Er hat es nicht bereut, den Chefsessel im Dirmsteiner Rathaus geräumt zu haben. Bernd Eberle genießt den Ruhestand. Am heutigen Donnerstag wird er 65 Jahre alt.

„Bis auf altersbedingte Wehwehchen ist alles in Ordnung“, antwortet Altbürgermeister Bernd Eberle auf die Frage, ob es ihm gut geht. Früher war die RHEINPFALZ ja oft mit ihm im Gespräch, doch seit Dirmstein mit Jens Schlüter (ID) einen neuen Ortsbürgermeister hat, also seit dem vergangenen Sommer, ergab sich noch keine Gelegenheit zum Austausch. Zumal der aus Laumersheim stammende Landwirt auch alle anderen kommunalpolitischen Ämter abgegeben hat. Für die Freie Wählergruppe Dirmstein hat er jahrzehntelang an der Politik im Leiningerland mitgewirkt.

„Ich erteile keine Ratschläge“

Er werde ziemlich oft gefragt, wie es ihm in dieser Art Ruhestand geht, erzählt Eberle. Und dann sage er immer: „Ich habe keinerlei Entzugserscheinungen.“ Wenn der jetzige Ortsvorstand noch etwas von ihm wissen will, gebe er gern Auskunft, „aber ich erteile keine Ratschläge und gebe keine Kommentare ab“. Und so sagt er beim Stichwort Windpark auch lediglich: „Ich habe die Infoveranstaltung besucht.“

Als er 2009 erstmals zum Bürgermeister gewählt wurde, hätte er nicht für möglich gehalten, dass er einmal derart erleichtert sein würde, das Amt aufzugeben. Man merkt: Die finanziellen Sorgen um die Gemeinde haben ihm stark zugesetzt. Und er habe ja auch wegen der langwierigen Verwaltungsprozesse kaum noch etwas bewegen können, betont er.

Betrieb läuft langsam aus

Jetzt widmet sich der Winzer und Obstbauer noch in relativ geringem Umfang dem eigenen Betrieb in der Herrengasse. Einen Nachfolger für den Obsthof hat er nicht gefunden, deswegen werde er die Firma noch ein paar Jahre dahinplätschern lassen, sagt Eberle. Der verheiratete Vater zweier Töchter und Großvater von drei Enkelkindern wird seinen Geburtstag am 17. April nicht groß feiern. Er wartet, bis alle aus dem Osterurlaub zurück sind, und dann wird „im kleinen Rahmen“ nachgefeiert.

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