deidesheim Wer hat die besten Tricks drauf?

Der Wettbewerb wird bei Jugendlichen immer beliebter, hier Brian Veth mit dem Scooter.
Der Wettbewerb wird bei Jugendlichen immer beliebter, hier Brian Veth mit dem Scooter.

Zum dritten Mal hat der Jugendtreff Deidesheim einen Contest für Skateboard, Scooter und BMX-Fahrer veranstaltet. Dabei bewerten die Jugendlichen sich gegenseitig. Die Veranstaltung ist mittlerweile ein Selbstläufer.

Skateboards, Scooter und ein paar BMX-Räder fahren durcheinander: Es ist die Aufwärmphase für die Teilnehmer des „Contests für Skateboard, Scooter und BMX“ im Jugendtreff Deidesheim. 35 Teilnehmer haben sich angemeldet und treten in den Gruppen bis 15 und ab 16 Jahren gegeneinander an. „Wir organisieren das Ganze und stellen die Anlage“, sagt Sven Santamaria, Jugendpfleger der Verbandsgemeinde Deidesheim und Mitarbeiter im Jugendtreff.

Der Wettbewerb findet dieses Jahr zum dritten Mal statt. Hier können Jugendlichen zeigen, wie gut sie ihr Fahrgerät beherrschen und vor allem, welche Tricks sie draufhaben. Auch Fallen will gelernt sein: Nach einem misslungenen Trick überschlägt sich Julian Kaiser auf dem Boden, steht aber sofort wieder auf. „Das gehört dazu“, sagt der 15-Jährige. Umso schöner sei es dann, wenn ein Trick klappt.

Der Wettstreit sei zum Selbstläufer geworden, freut sich Santamaria. Jedes Mal würden mehr Jugendliche teilnehmen, sogar aus Kaiserslautern waren welche dabei. Die Bewertung übernehmen die Jugendlichen selbst, sie bewerten sich gegenseitig. Und es funktioniert. „Das hat letztes Mal perfekt geklappt. Die Bewertungen waren immer fair“, bestätigt Kaiser.

Zwei Durchgänge a 45 Sekunden

In zwei Durchgängen haben die Teilnehmer jeweils 45 Sekunden Zeit um zu zeigen, was sie können. Pascal Müller übernimmt bei den Scooterfahrern die Rolle des Moderators. Er sagt an, welcher Trick ausgeführt wurde und kommentiert humorvoll, wie gut oder schlecht das aussah. Bewertet wird, wie die Teilnehmer den Platz ausnutzen, der Schwierigkeitsgrad der Tricks, wie sauber diese ausgeführt wurden und der „Style“. Also die Präsentation des Fahrers auf dem Platz.

Werbung für den Wettbewerb sei auch auf den BMX-Bahnen in Wachenheim und Neustadt-Böbig gemacht worden, erzählt Santamarias Kollege Michel Jung-Heyn. In Deidesheim würden eher Skateboard- und Rollerfahrer teilnehmen, weil die Anlage für BMX-Fahrräder wenig freie Fläche biete. Dafür gebe es hier mehr Möglichkeiten, die kleinen beweglichen Rampen umzustellen und für Tricks zu nutzen.

Beim Wettstreit wird kein Unterschied zwischen Jungen und Mädchen gemacht. Aber wenn ein Mädchen siege, dann erhalte es noch einen Extra-Preis, sagt Santamaria. Damit sollen mehr Mädchen ermutigt werden, sich anzumelden. „Normalerweise nutzen auch viele Mädchen die Anlage“, erzählt Jung-Heyn. „Aber sie trauen sich leider nicht, am Wettbewerb teilzunehmen.“

Das sei schade, findet auch Lucy Siedler, die als einziges Mädchen teilnimmt. Zuerst habe sie sich nicht getraut, sich anzumelden, weil so viele erfahrenere Skater dabei seien. Sie habe erst vor einem halben Jahr mit dem Skateboardfahren angefangen. „Ich habe einem Bekannten zugesehen und mir gedacht, das will ich auch können“, erzählt die Zwanzigjährige.

Immer sehr rücksichtsvoll

Die Jugendlichen gehen nicht nur beim Wettbewerb fair miteinander um, sagt Santamaria. Auch wenn sie zusammen auf der Anlage fahren, seien alle immer sehr rücksichtsvoll. Der Skaterplatz ist eigentlich erst für Kinder ab acht Jahren freigegeben, wie ein Hinweisschild verkündet. Trotzdem würden manche Eltern ihre kleinen Kinder mit dem Laufrad darauf fahren lassen. „Da musste auch schon mal ein Skateboarder eine Vollbremsung wegen eines Kindes hinlegen“, sagt Santamaria.

Der Jugendtreff bietet den Fahrern auch an, ihre Bretter oder Fahrradrahmen selbst zu gestalten. Gerade die Unterseite von Skateboards und Rollern sei sehr schnell abgenutzt, wenn sie bei bestimmten Tricks über Kanten oder Geländer geschleift wird. Dann könne man eine Folie aufkleben oder das Brett bemalen.

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