Hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Weinprinzessin hofft auf Antrittsreise

Vor der Kamera stand Anna-Maria Löffler häufig. Jetzt will sie selbst die deutschen Weinanbaugebiete kennenlernen.
Vor der Kamera stand Anna-Maria Löffler häufig. Jetzt will sie selbst die deutschen Weinanbaugebiete kennenlernen.

Was macht eigentlich Anna-Maria Löffler gerade? Die Haßlocherin wurde 2019/20 zur Pfälzischen Weinkönigin und 2020/21 zur 72. Deutschen Weinprinzessin gewählt. Ihre Amtszeit hat sie meist zu Hause verbracht. Aber das könnte sich jetzt bald ändern.

„Ich arbeite derzeit meine Französischkenntnisse auf“, erzählt die 25-Jährige. Und natürlich verfolgt sie weiterhin ihr Studium an der Hochschule Geisenheim. Eigentlich sollte sich die Pfälzerin mit Weinkönigin Eva Lanzerath (Ahr) und Weinprinzessin Eva Müller (Rheinhessen) in den verschiedenen deutschen Weinbaugebieten vorstellen. Aber die Reise, die zum 22. Mai geplant war, musste aufgrund der Pandemie abgesagt werden. „Das ist natürlich sehr schade, weil wir uns doch sehr darauf gefreut haben. Aber jetzt wollen wir Mitte Juni starten. So wie es aussieht, könnte es dann klappen“, erklärt Löffler.

Bereits in jungen Jahren hatte die Haßlocherin Praktika bei diversen Weinanbaubetrieben absolviert. So sammelte sie beispielsweise beim Weingut Hohlreiter in Göcklingen Erfahrungen und kümmerte sich dort neben der Jungfeldpflege und Flaschenausstattung auch um qualitätsfördernde Maßnahmen. Ihre Kenntnisse hat Löffler im Weingut von Winning in Deidesheim vertieft. Dort hat sie Weinproben und Kellerführungen organisiert sowie den direktem Kontakt mit internationaler Kundschaft gepflegt.

200 Auftritte ausgefallen

Nach ihrer Schulzeit riss ihre Begeisterungen für Weinbau nicht ab . Nach einer Ausbildung zur Hotelfachfrau begann sie an der Hochschule Geisenheim International Wine Business (Internationale Weinwirtschaft) zu studieren.

Den deutschen Wein im In- und Ausland zu repräsentieren, das ist die Aufgabe Löfflers als Weinprinzessin, der sie gemeinsam mit der ebenfalls zur Weinprinzessin gekrönten Eva Müller und der Weinkönigin Eva Lanzerath eigentlich nachgehen wollte. Aufgrund der gegenwärtig vorherrschenden Pandemie konnte das Majestäten-Trio nicht die vorgesehenen 200 Auftritte bei Messen und Veranstaltungen wahrnehmen. So waren neben Auftritten im Inland auch Reisen ins Ausland zum Beispiel nach Vietnam, Kanada, China und in die USA geplant.

Sprachkenntnisse vertieft

Gerne hätte Löffler ihren Beitrag dazu geleistet, auf diese Weise die deutsche Weinkultur international zu fördern. Die so freigewordene Zeit nutzt die deutsche Weinprinzessin und vertieft ihre Sprachkenntnisse, um sich für kommende Auslandsaufenthalte als Repräsentantin deutscher Winzer zusätzlich zu wappnen.

Da nun viele Veranstaltungen pandemiebedingt ausfallen müssen, hat Löffler ihre Präsenz in den sozialen Medien verstärkt und richtete Weinproben online aus und gestaltet Videos rund um das Thema Wein. Darüber hinaus ist sie in vielfältiger Weise sozial engagiert und beteiligt sich beispielsweise an der Aktion „Wein gegen Rassismus“.

13 Weinanbaugebiete warten

Zwischenzeitlich hatte die chinesische Umgangssprache (Hàny, „Sprache der Hàn“) Löfflers Interesse geweckt. Aber auch hier verhinderte die Corona-Pandemie einen Einsatz des neu erlernten Wissens. „Eigentlich sollte ich ja bei der Vinexpo in Paris dabei sein, aber die große Weinschau wurde ebenfalls abgesagt“, erklärt die 25-Jährige ihr aktuelles Faible für die Sprache des Nachbarlandes. „Aber das macht ja nichts. Es ist immer gut, die Sprache eines Weinlandes zu beherrschen. Und außerdem gibt es dort ja auch leckeren Käse.“

Die Antrittsreise in die 13 deutschen Weinanbaugebiete, um den deutschen Wein noch besser kennenzulernen, ist jetzt der Streif am Horizont. „Das erste Anbaugebiet auf der Reise ist die Mosel“, erzählt Löffler. Danach gehe es gleich weiter, denn das Trio habe ja nicht mehr viel Zeit. „Das Programm ist knackig“, stellt die Haßlocherin mit einem Lachen fest. Aber immerhin endlich eine Möglichkeit, das Amt als Weinprinzessin wahrzunehmen.

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