Kreis Bad Duerkheim Stein auf Stein

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Teamarbeit war großgeschrieben, als in Wachenheim Helfer einen Abschnitt der Trockenmauern unterhalb der Wachtenburg instand gesetzt haben: Im Rahmen des Projekts „Mitmacher-Handelsplatz“ war eine Gruppe der BASF zusammen mit Mitarbeitern der Lebenshilfe Bad Dürkheim und des Förderkreises zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg im Einsatz.

„Eine tolle Sache für einen guten Zweck“, begrüßte BASF-Gruppenleiter Sebastian Rohrer die eintägige „Teambuilding“-Aktion. Dass sich BASF-Mitarbeiter aktiv und eigenhändig in Ehrenamtsprojekten engagieren, soll auch ihrer Arbeit im Team zugute kommen. Mit ins Leben gerufen hat die Aktion mit gemeinnützigen Organisationen der Paritätische Wohlfahrtsverband. An der Wachtenburg war für die neun motivierten Laborleiter der BASF anspruchsvolle Handarbeit angesagt. Immerhin hatte sich die Gruppe das Wiederherstellen eines Mauerabschnitts vorgenommen, der auf einer Länge von vier Metern in sich zusammen gestürzt war. Die trocken und unverfugt aufeinander liegenden Steine dienen unterhalb der Burgruine als Stützmauer in den abgestuften Terrassen am Hang. Der neue Mauerabschnitt wurde als Gabione, also Mauersteinkorb, errichtet. Fachliche Tipps gab Dieter Weilacher, Vorsitzender des Förderkreises zur Erhaltung der Ruine Wachtenburg: „Die schöneren Steine kommen auf die Sichtseite, die unregelmäßigen nach hinten“, sagte er zu den Helfern, die zu zweit „im Korb“ arbeiteten: Der geräumige Gitterkorb sorgt für die Stabilität der Gabionenwand. Aushub und Bereitstellen von Steinen hatte der Förderkreis bereits im Vorfeld geleistet. Eine aufgespannte Schnur zeigte die obere Kante der Wand an. Der instand gesetzte Abschnitt wurde mit einem Meter Tiefe doppelt so stark wie der alte. Deshalb fuhr Jan Hock, Weinbau-Leiter der Lebenshilfe, mit der Raupe immer neues Steinmaterial heran. Auch seine betreuten Mitarbeiter Marc Augustin, Martin Zeiher und Karl Merz packten tüchtig mit an. „Es ist bereichernd, hier mit geistig behinderten Menschen zusammen zu arbeiten und den Erfolg zu sehen“, brachte BASF-Laborleiter Franz Röhl den Arbeitseinsatz auf den Punkt. Dass die Team-Aktion für alle Beteiligten ein erfolgreicher Tag wurde, war nicht zuletzt der Organisation von BASF-Mitarbeiter Tobias Mentzel und Viviane Moog, Assistentin der Werkstattleitung der Lebenshilfe, zu verdanken. Fast nebenbei fand Dieter Weilacher in den Mauertrümmern einige mittelalterliche Tonscherben. Mit im Einsatz war sein Vereinskollege Herbert Heim, mit 73 Jahren der älteste Helfer in der Runde. Dass der rüstige Wachenheimer genauso fleißig wie die Jüngeren zupackte, begründete er überzeugend: „Man muss immer in Bewegung bleiben.“ (lad)

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