Kreis DÜW / SÜW Rekordbeteiligung bei der Briefwahl
Bereits bei der Bundestagswahl 2017 stimmte bundesweit jeder dritte Wähler per Post ab. Pandemiebedingt wird bei der Bundestagswahl am kommenden Sonntag ein neuer Rekord bei der Briefwahl erwartet. Nicht anders verhält es sich in unserer Region: Die Verbandsgemeindeverwaltungen in Deidesheim, Lambrecht und Maikammer sowie in Haßloch verzeichnen einen enormen Anstieg der Briefwahlanträge gegenüber vergangenen Wahlen.
Spitzenreiter ist die Verbandsgemeinde Maikammer. Dort haben (alle Angaben: Stand Dienstag) 4092 der 6405 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Das entspricht einem Anteil von 63,9 Prozent. Fast doppelt so viele Wähler wie bei der Bundestagswahl 2017 nutzen diese Möglichkeit der Stimmabgabe: Damals waren es nur etwa 35 Prozent.
Nur knapp dahinter liegt die Verbandsgemeinde Deidesheim. Dort sind bei 9416 Wahlberechtigten 6009 Briefwahlanträge eingegangen. Das entspricht 63,8 Prozent. Bereits bei der Landtagswahl im März hatten rund 58 Prozent ihre Kreuzchen zuhause gesetzt. Auch hier ist der Anstieg gegenüber der Bundestagswahl 2017 beachtlich: Damals lag der Briefwähleranteil bei 40,2 Prozent.
In der Verbandsgemeinde Lambrecht haben 5235 der 9429 Wahlberechtigten Briefwahl beantragt. Ihr Anteil liegt damit bei 55,5 Prozent. 2017 hatte dort etwa jeder dritte Wähler seine Stimme per Post abgegeben.
Mit 8413 Bürgern hat sich knapp mehr als die Hälfte der 16.404 Wahlberechtigten in Haßloch Briefwahlunterlagen schicken lassen. Das entspricht einem Anteil von 51,3 Prozent. Bei der Bundestagswahl 2017 hatten 27,1 Prozent der Wahlberechtigten ihre Kreuzchen im heimischen Wohnzimmer gemacht.
Wahlbrief rechtzeitig abschicken
Alle vier Verwaltungen appellieren: Wer seine Briefwahlunterlagen noch zu Hause liegen hat, sollte diese spätestens am Mittwoch ausgefüllt zurückschicken. Das ist vor allem bei einer Rücksendung per Post wichtig, da eine Zustellung einen bis zwei Werktage in Anspruch nimmt. Der Wahlbrief muss bei der auf dem Wahlbriefumschlag angegebenen Anschrift spätestens am Sonntag, 26. September, bei den jeweiligen Verwaltungen bis 18 Uhr vorliegen. Wenn das auf dem Postweg zeitlich nicht mehr reichen sollte, können Wahlbriefe bei den Verwaltungen eingeworfen werden. In Ausnahmefällen kann der Wahlschein noch am Wahltag bis 15 Uhr beantragt werden.