Kreis Bad Duerkheim Neue Busse in Blau

Am 14. Juni wechselt der Fahrplan im Bus-Linienbündel Rheinpfalz. Dann wird die Palatina Bus GmbH den Rhein-Pfalz-Kreis sowie die Kreise und Städte Ludwigshafen, Neustadt, Speyer, Bad Dürkheim und Germersheim verbinden.
Pendler sollen künftig von einer reibungsloseren Busanbindung an den S-Bahn-Verkehr, neuen Umsteigebeziehungen zwischen den Buslinien und von der Vergrößerung der Kapazitäten in den Verkehrsspitzen im Schüler- und Berufsverkehr profitieren. Das erläuterte Marcus Weigl, Verkehrsleiter und Prokurist von Palatina Bus. Auf welchen Linien und zu welchen Zeiten die neuen barrierefreien Niederflurbusse in der vorgeschriebenen Farbe Blau eingesetzt werden, sollen die Fahrgäste zukünftig im Fahrplan ersehen können. Die Verbandsgemeinde Waldsee bekommt einen direkten Anschluss an den S-Bahnhof Ludwigshafen-Rheingönheim. In Dannstadt, Mutterstadt und Neuhofen wird durchgängig alle halbe Stunde ein Bus fahren. Ein Beispiel für Erweiterungen ist die Linie 572 Ludwigshafen - Neuhofen - Waldsee - Otterstadt - Speyer. Hier wurde der Fahrplan mit den Fahrzeiten der S-Bahn in Rheingönheim abgestimmt, gleiches gilt für Speyer. Die Taktzeiten seien nach Rücksprache mit der BASF auf deren Zwölf-Stunden-Schicht abgestimmt, teilt Palatina Bus mit. Die Linie 482 Maxdorf-Freinsheim/Gerolsheim wird in Maxdorf geteilt. Der nördliche Abschnitt zwischen Maxdorf und Freinsheim beziehungsweise Gerolsheim behält die Nummer 482. Der Abschnitt südlich von Maxdorf wird künftig als Linie 583 bezeichnet. Auf der Linie 484 Birkenheide-Maxdorf (Zubringer zur Rhein-Haardtbahn) bleibt der Fahrplan weitgehend unverändert, allerdings fährt dort künftig ein Kleinbus. Die neuen Schulfahrpläne, die in den nächsten Tagen an die Schulen gehen, beseitigten bisherige Probleme beim Nachmittagsunterricht, sagt Marco Remy, Verkehrsplaner des VRN: „Schüler kommen in Zukunft auch nach 16 Uhr nach Hause.“ Das Unternehmen Palatina Bus aus Edenkoben, das bei der europaweiten Ausschreibung des Beförderungsauftrags den Zuschlag bekommen hat, stockt seine Flotte in den nächsten Wochen um 24 Neufahrzeuge auf, weitere zwölf Fahrzeuge erwerben die Subunternehmen neu. In der Ausschreibung war festgelegt worden, dass es sich um Niederflurbusse handeln muss, die über ausklappbare Rampen verfügen und den barrierefreien Zugang ermöglichen. Die neuen Fahrzeuge verfügen zudem über Monitore, die den Haltestellenverlauf mit einer „Perlenschnur“ grafisch darstellen. Mit einer Klingel können die Busfahrer bei der Haltestellenanfahrt die wartenden Passagiere warnen, ohne hupen zu müssen. Der gesamte Auftrag umfasst laut Marcus Weigl mehr als zwei Millionen Fahrplankilometer auf 14 Buslinien. Das Rhein-Pfalz-Busnetz soll von 60 Bussen und 70 Mitarbeitern versorgt werden. Weigl, der früher selbst als Busfahrer unterwegs war, ist zufrieden, dass er künftig bei der Hälfte seiner Fahrer auf Erfahrene setzen könne, die schon beim vorherigen Betreiber Busverkehr Rhein-Neckar (BRN) eingesetzt wurden. Der Rhein-Pfalz-Kreis bezahle für das auf zehn Jahre vergebene Busnetz elf bis zwölf Millionen Euro, sagte Landrat Clemens Körner. Die Beteiligung des Landkreises Bad Dürkheim liegt bei 250.000 Euro pro Jahr, bislang 103.000 Euro. (ghx/tefa)