Forst
Forst bleibt bei Nein zu Rollerskistrecke
Norbert Schied, Vorsitzender des Skiverbands Pfalz, hatte das Ergebnis erwartet: Der Gemeinderat Forst bleibt bei seinem Nein zur Ausweisung einer Rollerskistrecke bei Forst und Deidesheim. Nach der ersten Ablehnung des Antrags hatte der Verband seinen Antrag zwar modifiziert. Dennoch hatte der Forster Bauern- und Winzerverband, der im Vorfeld zu einer Stellungnahme aufgefordert worden war, klar gemacht, dass er den Antrag auch in geänderter Form ablehnt. Der Forster Gemeinderat sieht die Sache genauso.
Der Plan des Skiverbands ist, zwei Strecken für Wettbewerbe nach offizieller Norm auszumessen (homolegieren), eine Runde beim Meisenbrunnen, eine bei der Lage Hofstück. Die erste betrifft Deidesheimer und Forster Gemarkung, die zweite verläuft auf einem kurzen Abschnitt darüber hinaus auch durch Niederkirchen. Laut Antrag will der Skiverband zweimal jährlich einen Wettkampf organisieren.
Kritik: Nutzung nicht nur für Wettbewerbe
Stephan Müller (Bauern- und Winzerverband) argumentierte, es sei damit zu rechnen, dass die Strecke nicht nur für die Wettbewerbe genutzt werde. Wenn sie erst einmal vermessen sei, und diese Daten im Internet abrufbar seien, würden mehr Sportler auch übers Jahr dort trainieren. Die Forster Winzer hatten unter anderem kritisiert, dass die Kostenübernahme einer Instandhaltung der geplanten Strecken „völlig ungeklärt“ sei. Dem hat der Skiverband allerdings widersprochen. Für die Sauberkeit vor den Wettbewerben sorge der Verband, ansonsten sei die Haftungsfrage „so wie immer“.
Neben Forst lehnt auch Niederkirchen das Vorhaben ab, lediglich der Stadtrat Deidesheim hat seine Zustimmung gegeben. Schied geht nun davon aus, dass die Verbandsgemeinde den Antrag ablehnt. „Wir sind neugierig, mit welchen Argumenten“, so Schied. Denn es fänden ja auch andere Veranstaltung in den Weinbergen statt. Erst wenn die Begründung vorliege, werde der Verband entscheiden, wie er weiter verfahren will.
Schied: Etwa zehn Rollski-Sportler in der Region
Zum Training würden die Sportler jedenfalls weiterhin auch nach Deidesheim und Forst kommen, kündigte Schied an. Mit dem Zustand und der Sauberkeit der Wege habe es bisher keinerlei Probleme gegeben. Die Anzahl der Rollski-Sportler in der Region gibt Schied mit etwa zehn an. Zu den geplanten Wettbewerben kämen vielleicht 50.
Die Pflege der Weinbergswege wird nach Angaben von Verbandsbürgermeister Peter Lubenau (CDU) „in der Regel“ über Wegeausbeiträge finanziert. Diese zahlen die Grundstückseigentümer, meist also die Winzer. Die politische Gemeinde, die Eigentümerin der Wege ist, beteilige sich nur in besonderen Situationen.