Kreis Bad Duerkheim Es grünt kräftig

Im Jahr 1 nach der Flurbereinigung grünte es in diesem Jahr kräftig, als der Gewerbe- und Verkehrsverein Weisenheim am Berg zur zweiten Weinwanderung lud. Wie schon beim Debüt im Vorjahr zeigte sich der Samstag eher unwirtlich, der Sonntag dann aber von seiner besten Wetterseite.
Auf einer sechs Kilometer langen Runde, bei der auch die beiden Landstraßen Richtung Leistadt und Herxheim zu überqueren waren, präsentierten sich die Weisenheimer und auch Bobenheimer Winzer und der Turnverein Weisenheim am Berg, der den einzigen Kaffee- und Kuchen-Stand bewirtschaftete. „Der Samstag war gut, der Sonntag war bombig“, zeigt sich Schatzmeister Klaus Clever zufrieden mit dem ersten Einsatz des Turnvereins, der in diesem Jahr Stand Nummer 5 sowie die „dazugehörige“ Weinprinzessin vom Gewerbe- und Verkehrsverein übernommen hatte. Regina Hilbert, verantwortlich für das Weinhaus am Sonnenberg, war überrascht, dass am Samstag trotz kühler Witterung relativ viele Leute den Weg in die Weinberge zwischen Weisenheim und Herxheim gefunden hatten. „Am Sonntag war dann überwältigend viel los.“ Nicht nur ihr war aufgefallen, dass recht viele junge Familien und Spaziergänger mit Hund auf der Runde unterwegs waren. „Aber so eine Weinwanderung ist ja auch ein Paradies, man kann die Kinder einfach rennen lassen, ohne ständig aufpassen zu müssen.“ Einige Winzer hatten sich selbst um den kleinen und großen Hunger ihrer Gäste gekümmert, andere hatten das Catering ausgelagert. Neu in Weisenheim und damit auch neu bei der Weinwanderung war Andrea Babinsky vom Alten Winzerhof, den sie erst Anfang April übernommen hat. Über eine Anfrage beim Gewerbeverein fand sie Anschluss an das Weingut Messer von Anna Plutta. Zu den Messer-Weinen verkaufte sie, eher untypisch für ein Pfälzer Weinfest, französische Merguez und spanische Chorizo vom Grill. „Das kam richtig gut an, Sonntag waren wir ausverkauft“, zeigt sie sich begeistert von dem für sie erstmaligen „tollen Erlebnis, das total Spaß gemacht hat“. Vor allem die Aussicht über die Rheinebene bis hinüber in den Odenwald tut es Besuchern der Berggemeinde immer wieder an – und die konnte man aufgrund der Lage bei der Weinwanderung auch ausreichend genießen. Aus Schifferstadt hatte Elmar Bayer deshalb den Weg an den Haardtrand angetreten. Während seine Frau mit zwei Freundinnen mit dem Rad kam, lud er seinen Vater ins Auto. „Fünf Stände habe ich gepackt“, lachte er. Allerdings fand er die Weine im Vergleich zu anderen Pfälzer Festen recht teuer. „4,50 Euro für ein Viertel trockenen Riesling, zumal bei Selbstbedienung, das ist doch für einen Weinort recht happig“. (gww)