Deidesheim
Das größte Problem ist der Hundekot
Stadtbürgermeister Manfred Dörr (CDU) ging detailliert darauf ein. Er selbst versuche, ein Vorbild zu sein, indem er jeden Tag darauf achte, dass sich das Umfeld des Rathauses in einem sauberen Zustand befindet. Das wünscht er sich auch von den Bürgern: „Jeder kann mit gutem Beispiel vorangehen, indem er selbst fachgerecht seinen Unrat entsorgt und mit ein wenig Zivilcourage auch mal die Menschen anspricht, die das Gegenteil tun.“
In der Stadt und am Schwimmbad werde zweimal in der Woche mit dem „Umweltmobil“ herumliegender Müll entsorgt, während in der Flur Feldhut und Gärtnertrupp vor allem die Rastplätze von Abfall befreien. Die Bänke und Sitzgruppen würden regelmäßig kontrolliert: „Derzeit sind etwa acht Bänke und vier Sitzgruppen zu ersetzen“, so Dörr. Das koste insgesamt etwa 6.560 Euro.
Firma Bio-Chem kehrt regelmäßig
Innerorts sorge außerdem die Firma Bio-Chem für Sauberkeit, erklärte er. Von März bis November kehre die Firma alle zwei Wochen samstags jeweils sieben Stunden lang den öffentlichen Bereich.
Das größte Problem ist in Deidesheim laut Dörr der Hundekot. Inzwischen seien an 18 Standorten Hundekotbeutelspender inklusive Entsorgungseimer installiert worden. Vorschläge für weitere Standorte nehme die Stadt gerne entgegen: „In der Regel werden die Behälter ergänzt, wenn sich Hundehalter melden und auf mögliche sinnvolle Standorte hinweisen.“ Dörr berichtet, dass die Hundekottüten größtenteils gut angenommen werden würden.
70.000 Hundekotbeutel
Herbert Latz-Weber (Grüne), erster Beigeordneter der Verbandsgemeinde, bestätigt das: „Wir haben in diesem Jahr bisher 70.000 Hundekotbeutel für Deidesheim angeschafft.“ Doch leider würden die Beutel dann einfach weggeworfen“, beklagt Stadtbürgermeister Dörr. Insgesamt komme er zu dem Ergebnis, dass sich die Deidesheimer größtenteils an die Regeln und Etikette hielten. Einzelfälle gebe es natürlich immer. „Trotzdem sind wir für Vorschläge, was wir noch tun können, um die Sauberkeit unserer Stadt zu verbessern, natürlich immer dankbar“, betonte Dörr abschließend.
Ruth Ratter, Fraktionsvorsitzende der Grünen, erklärte, Absicht ihres Antrags sei gewesen, das Thema bei allen Ratsmitgliedern präsent zu machen und gemeinsam zu überlegen, was für die Sauberkeit der Stadt noch getan werden könne.