Deidesheim RHEINPFALZ Plus Artikel „Cittáslow“ in der Kita „Vogelnest“

Cittàslow-Schnecke auf dem Vorplatz der Kita „Vogelnest“.
Cittàslow-Schnecke auf dem Vorplatz der Kita »Vogelnest«.

Aluminiumbecher statt Plastik und die „Cittáslow“-Schnecke als Zeichen der Entschleunigung fest im Eingangsbereich verewigt: So beschäftigt sich die Deidesheimer städtische Kita „Vogelnest“ mit Nachhaltigkeit und bewusster Einteilung von Zeit im Alltag.

„Die Kita Vogelnest setzt auf Nachhaltigkeit und Cittàslow!“ Dass die Leiterin der städtischen Einrichtung in Deidesheim Uli Stepic das so betont, ist an sich nicht verwunderlich. Immerhin gehört Deidesheim schon seit über zehn Jahren zum Cittàslow-Netzwerk, der internationalen Vereinigung lebenswerter Städte, und ist sogar der offizielle Sitz in Deutschland mit Bürgermeister Manfred Dörr als Präsident des deutschen Netzwerks. Zeit spielt also eine Rolle, wenn man sie sich nimmt und gut einteilt.

Und weil Cittàslow „langsame Stadt“ heißt (italienisch: città, englisch: slow), ziert nun das Logo, eine Schnecke, den Kita-Außenbereich. Aus dem frisch gepflasterten, vorher eher karg betonierten Platz hat der Bauhof laut Stepic die entsprechenden Steine geschnitten, die dann die Kinder mit wetterbeständigen Farben bemalt haben. So sei „die Corona-Zeit sinnvoll genutzt gewesen“ und mit der Schnecke „ein Symbol für Nachhaltigkeit, Verlangsamung und Entschleunigung unseres hektischen Lebens“ im Eingangsbereich geschaffen.

Nachhaltigkeit in der Kita ist Uli Stepic und ihrem Team aber auch ansonsten täglich wichtig: „Das heißt für uns, den Alltag gemeinsam mit den Kindern bewusst und umweltfreundlich zu gestalten.“ Ein Vater habe kürzlich von der Idee gehört, Alubecher statt Plastikbecher in den Kitas zu verwenden, nennt Stepic das neueste Beispiel: „Er fand, das sei ein Schritt in die richtige Richtung, um den Kindern einen Denkanstoß für eine saubere und bessere Umwelt mitzugeben. Also kümmerte er sich um die Organisation und die finanzielle Ausgestaltung der Becher.“

Schon seit August sind die Aluminiumbecher nun regelmäßig im „Vogelnest“ im Einsatz, freut sich die Leiterin. Jedes Kind hat einen zur Verfügung, da sie der Natur nach unzerbrechlich und spülmaschinenfest sind – das war feste Bedingung für die neuen Geschirrteile. Beim Mittagessen zu Tisch werden allerdings statt Bechern Trinkgläser eingesetzt, die ebenfalls bruchsicher seien.

„Auch sonst im Alltag achten wir auf ein bewusstes Miteinander und darauf, sich für die Menschen Zeit zu nehmen“, beschreibt Uli Stepic die Philosophie ihrer Kita. „Das versuchen wir den Kindern mit diesen verschiedenen Aktionen immer wieder zu vermitteln.“ Regelmäßige Besuche im Erlebnisgarten als „grüne Oase“, Waldtage und Naturprojekte wie das Pflanzen von Weinreben sollen darüber hinaus „den Gedanken der Entschleunigung und Nachhaltigkeit unterstützen“.

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