hassloch RHEINPFALZ Plus Artikel Bald Rundendrehen auf Rollen?

Aus dem Sommertraining für Skilangläufer entwickelt: Trendsportart Rollski.
Aus dem Sommertraining für Skilangläufer entwickelt: Trendsportart Rollski.

Eine Strecke für den Inline- und Rollskisport könnte bei Haßloch entstehen. Ein Teil davon würde über Neustadter Gemarkung verlaufen. Was das von der CDU vorgeschlagene Vorhaben von der umstrittenen Strecke bei Deidesheim unterscheidet, die der Skiverband Pfalz vorgeschlagen hat.

„Es wäre eine tolle Sache, wenn das durchgehen würde“, sagt CDU-Ratsmitglied und Fraktions-Pressesprecher Daniel Mischon im RHEINPFALZ-Gespräch. „Das wäre eine Superstrecke nicht nur für Vereine und Privatleute, mit der man die touristische Attraktivität weiter erhöhen könnte, wenn es nach dem Lockdown weitergehen kann mit dem öffentlichen Leben.“ Den Antrag hatte seine Partei bereits im Juni 2020 im Gemeinderat gestellt. In der coronakonformen ersten Online-Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Veranstaltungen und Ortsmarketing stand der CDU-Antrag auf der Tagesordnung.

Der Rollski- und Inlinersport erfreue sich in den vergangenen Jahren immer größeren Beliebtheit, sagt Mischon. Er selbst, im Hauptberuf stellvertretender Leiter der Polizeiinspektion Bad Dürkheim, trainiert in der Freizeit die F-Jugend im Handball der Haßlocher TSG und findet Inline- und Rollskifahren gut: „Mit den Stöcken macht es richtig Spaß.“ Verkehrsberuhigt und gut asphaltiert müsse eine solche Strecke sein.

Nur einige Stellen wären neu zu teeren

Die beantragte Route soll laut Antrag den Startpunkt am Kreisel Neustadter Straße haben. Von da aus würde sie den Radweg an der L 532 nehmen, dann entlang der A 65 und von Speyerdorf wieder nach Haßloch über den Lachener Weg sowie die Adam-Stegerwald-Straße und die Westrandstraße zurück zum Start. „Lediglich einige Stellen auf beiden Gemarkungen müssten wohl neu geteert werden, damit die gesamte Strecke schön glatt ist“, meint Mischon. Wenn sich Neustadt und Haßloch gemeinsam auf ein Ja verständigen könnten, sehe er die Strecke „als Gewinn für alle“ an.

Im Gegensatz zur umstrittenen möglichen Strecke in der Verbandsgemeinde Deidesheim, bei der sich Forst und Niederkirchen wegen Bedenken der Bauern und Winzer im Gegensatz zu Deidesheim dagegen ausgesprochen haben, soll es sich in Haßloch um eine Trainingsstrecke handeln, erläutert Mischon. „Sich fit halten, Spaß haben, Ausdauer und den Breitensport fördern, das ist der Plan.“ Sollte jedoch eine Zertifizierung durch den Skiverband möglich oder gewollt sein und gar eine Förderung mit sich bringen, werde man „natürlich nicht Nein sagen“.

Außer mit den Parteikollegen in Neustadt habe die Haßlocher CDU auch schon mit dem Skiclub Haßloch über die Möglichkeiten gesprochen. Kurse oder Fahrten, aber auch eine vereinsunabhängige Nutzung seien denkbar. „Die Leute könnten dort gut parken, und vielleicht hätte so auch noch die ansässige Gastronomie nach Corona etwas davon“, hofft Mischon.

CDU hat mit Skiverband Pfalz gesprochen

In der Online-Sitzung für Tourismus, Veranstaltungen und Ortsmarketing stellte Dennis Messer (CDU) das Vorhaben noch einmal kurz vor. Dabei betonte er im Blick auf das Projekt in der Verbandsgemeinde Deidesheim, dass seine Fraktion natürlich auch mit dem Skiverband Pfalz gesprochen habe, der „so etwas ja auch in anderen Orten versucht hat“. Es müssten zwar kleinere Stellen sicherlich asphaltiert werden, aber man gehe davon aus, dass das relativ kostengünstig erledigt werden könne.

Anna Krämer (HLL) fragte, ob „dann nicht hauptsächlich der Skiclub profitiert“ und man „erst mal selber recherchieren kann, bevor ein langwieriger Prüfantrag gestellt wird“. Heidi Horn (Grüne) nannte die Strecke „eine wunderbare Idee, solange nicht alles asphaltiert wird“. Dirk Letzelter (CDU) betonte, dass es „um eine sportliche Strecke und ein touristisches Angebot“ gehe, das zugleich ein „Alleinstellungsmerkmal“ darstellen könne. Widerstand sei „nicht im Umfang wie woanders“ zu erwarten. „Der Antrag ist im TVO-Ausschuss richtig aufgehoben.“

Bei drei Enthaltungen von Anna Krämer (HLL), Jörg Milleck (FDP) und Jürgen Wolff (FWG) wird die Gemeindeverwaltung laut Bürgermeister Tobias Meyer (CDU) nach dem mehrheitlichen Beschluss die Prüfung starten: Dabei geht es um die Ermittlung der Kosten und möglicher Fördergelder für die Optimierung und Beschilderung der bereits vorhandenen Rundstrecke für den Rollski- und Inlinersport. Außerdem soll sich die Gemeinde mit Neustadt abstimmen.

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