Karlsruhe Kurz notiert: Ludwigshafen: Sperrung wegen Mann auf Gleisen

Eine wegen eines Fußgängers angeordnete Sperrung der Eisenbahnbrücke zwischen Ludwigshafen und Mannheim hat gestern Morgen für Probleme im Berufsverkehr gesorgt. Ein Lokführer habe gegen 7.50 Uhr gemeldet, dass im Bereich des Bahnhofs Ludwigshafen-Mitte ein scheinbar verwirrter Mann an den Gleisen entlanglaufe, sagte ein Sprecher der Bundespolizei in Kaiserslautern. Daraufhin wurde die Brücke gegen 7.57 Uhr komplett gesperrt. Laut einem Bahn-Sprecher waren Nah- und Fernverkehr betroffen. Nach einer ergebnislosen Suche wurde die Sperrung gegen 8.20 Uhr wieder aufgehoben. Einen ordentlichen Schreck hat eine 52-jährige Reinigungskraft eines Kindergartens in der Karlsruher Südweststadt am Montagabend bekommen, als sie Einschüsse an Fenstern des Kindergartens bemerkte. In der doppelverglasten Fensterscheibe im Obergeschoss des Kindergartens sah die Putzfrau zunächst stecknadelgroße Einschusslöcher. Beim Blick nach draußen, entdeckte sie zwei Köpfe, welche sich in einer gegenüberliegenden Wohnung hinter einem Balkongeländer versteckten. Umgehend verständigte die Frau die Polizei, die das Nachbarhaus umstellte. Drei Tatverdächtige im Alter zwischen 18 und 23 Jahren stellten sich den Beamten, ein weiterer Bewohner wurde in der Wohnung angetroffen werden, heißt es im Polizeibericht. In der Wohnung wurden schließlich drei Softair-Waffen festgestellt, mit denen mutmaßlich auf den Kindergarten geschossen wurde. Die Waffen seien der Spurensicherung übergeben worden, so die Polizei. Eine 81-jährige Frau hat am Montag der Polizei in Ludwigshafen drei Waffen übergeben, die sie bei sich daheim im Keller gefunden hat. Die Polizei hat die Waffen sichergestellt. Konsequenzen muss die Frau nicht befürchten, da sie die drei Waffen – ein Luftgewehr, eine Schreckschusspistole und einen Karabiner – innerhalb der für die Waffenamnestie gültigen Frist abgegeben hat. Diese Frist endet am 1. Juli. Laut der Amnestie können bis dahin illegal besessene Waffen oder Munition straffrei bei der Stadt oder der Polizei abgegeben werden. Wie ein Polizeisprecher mitteilte, hatte die Frau die Waffen beim Aufräumen gefunden. Sie gehörten offenbar dem schon vor vielen Jahren verstorbenen Mann.