Karlsruhe Halleluja!
Karlsruhe ist als erste Stadt überhaupt zum zweite Mal Gastgeberin eines Gospelkirchentags. Nicht nur Oberbürgermeister Frank Mentrup (SPD) erwartet ein großes Gemeinschaftserlebnis, auch der Evangelische Landesbischof Jochen Cornelius-Bundschuh ist überzeugt davon, dass selbst Nichtchristen sich von der einmaligen Atmosphäre mitnehmen lassen: „Es wird ein klares Signal geben. Gemeinsam können wir etwas tun, gemeinsam können wir in dieser Gesellschaft etwas erreichen. Glauben und Verantwortung gehören zusammen.“ Als im Jahr 2010 die Stadt Karlsruhe erstmals Gastgeberin des Gospelkirchentags war, da wusste in der Badischen Residenz noch niemand so genau, was da auf die Stadt zu rollen würde. Es heutiger Sicht ist es fast so, als wäre ein Schalter umgelegt worden: mehrere Gospelchöre wurden seither gegründet und auch eine Gospelkirche wurde installiert. „Es war eines der Ereignisse, über die einem auch heute noch immer wieder etwas erzählt wird“, kennt Mentrup, der damals noch nicht in Karlsruhe wohnte, den Gospelkirchentag bisher nur vom Hörensagen. Was er zu hören bekam war allerdings so positiv, dass die Chance, erneut Gastgeberin zu sein, sofort ergriffen wurde. Mehr als 5300 Sängerinnen und Sängern aus 16 Nationen werden nun beim größten Festival für Gospel in Europa für einen neuen Teilnehmerrekord sorgen. Eröffnet wird der Gospelkirchentag am Freitag auf dem Karlsruher Marktplatz, unter anderem in Anwesenheit von Landtagspräsidentin Muhteren Aras. Mit einem Chor der Nationen wird es hierbei eine erstem Höhepunkt geben, ehe abends eine Ökumenische Gospelnacht folgt, die bis Mitternacht Konzerte internationaler Chöre an insgesamt 25 Standorten in der Innenstadt bieten wird. Stars der nationalen und internationalen Gospelszene, darunter der zwölffache Grammy-Gewinner Kirk Franklin (USA), werden dann am Samstagabend die dm-Arena in Schwingung versetzen. Dort wird morgens schon der „Chor der 5000“ proben, auf den sich Mentrup ganz besonders freut. „Dass am Ende ein Lied gemeinsam gesungen wird, kann ich mir noch vorstellen, den Weg dahin stelle ich mir jedoch sehr spannend vor.“ Dekan Thomas Schalla ist überzeugt, dass der Gospelkirchentag die Stadtgesellschaft und die Region enger zusammen führen wird: „Gospel kennt keine Grenzen und passt damit sehr gut in unsere Region, die ohnehin schon sehr offen und freundschaftlich geprägt ist.“ Auch Gesamtkoordinator Matthias Kleiböhmer lobt Karlsruhe als „Stadt mit Herz“. „Hier findet man ständig jemand, der sich an 2010 erinnert und begeistert von damals erzählt.“ Dass diesmal rund 15 Prozent mehr Teilnehmer erwartet werden, als noch beim letzten Gospelkirchentag vor zwei Jahren in Braunschweig, spreche ebenfalls für die Stadt. „Die Vorfreude ist riesig.“ Im Netz www.gospelkirchentag.de