Karlsruhe 100. Rennen der European Scooter Challenge am Samstag auf der Liedolsheimer Kartbahn

Spannende Rennen gibt es am Samstag in Liedolsheim auf der Kartbahn.
Spannende Rennen gibt es am Samstag in Liedolsheim auf der Kartbahn.

Vespas, Lambrettas & Co treffen sich am Samstag auf der Liedolsheimer Kartbahn zum 100. Rennen der European Scooter Challenge. Die kleine, aber feine Meisterschaft hatte vor 21 Jahren dort ihren Anfang genommen.

Wenn am Samstag die European Scooter Challenge (ESC) auf der Kartbahn in Liedolsheim startet, ist weithin der knarrende und knatternde Sound der Vespas, Lambrettas, Mofas und Pitbikes zu hören. Pitbikes sind übrigens Motorräder im Mini-Format, deutlich kleiner als klassische Motorräder, aber größer als die Miniversion Pocket Bikes.

Die ESC gibt es seit 2003. Seit 2004 werden Meisterschaften an unterschiedlichen Orten und in verschieden Ländern ausgetragen. In diesem Jahr gibt es zwei Rennen in Deutschland und eines in Tschechien. Ein viertes in Frankreich hat bereits stattgefunden.

Organisatorin Daniela Bumen aus Kirchheim an der Teck freut sich auf das 100. Rennen der ESC. Mit dabei sind etwa 60 Fahrer aus Deutschland, Österreich, Polen, Frankreich und Italien, darunter immerhin drei Frauen. „Zum Jubiläumsrennen gibt es für die Teilnehmer und Teilnehmerinnen kleine Überraschungen und Specials – was genau wird noch nicht verraten“, sagt Bumen.

Ehrung für Jahressieger 2023

Los geht es um 9 Uhr am Samstagmorgen mit einem freien Training. Danach folgt das Gruppenqualifying. Nach der Mittagspause von 12 bis 13 Uhr starten die Rennen, die bis gegen 18 Uhr andauern. Gegen 19 Uhr folgt die Siegerehrung.

Dabei gibt es eine Besonderheit. „Geehrt werden nicht nur die Tagessieger, sondern auch die Gesamtsieger des vergangenen Jahres“, erzählt Bumen. Grund dafür ist, dass die Auswertung der Ergebnisse viel Zeit in Anspruch nimmt und nicht direkt nach dem letzten Rennen im vergangenen Jahr geliefert werden kann.

„Die ESC ist eine kleine, aber feine und vor allem sehr freundschaftliche Meisterschaft“, erzählt Bumen, die seit drei Jahren ehrenamtlich für die Organisation verantwortlich ist. „Der ganze ESC ist ehrenamtlich. Wir sind nicht die Deutsche Tourenwagen-Masters (DTM) oder so“, berichtet Bumen.

Liedolsheim Geburtsstrecke des ESC

Angefangen hatte es mit Freunden eines Rollerclubs aus Heilbronn, die 2003 das erste Run&Race in Liedolsheim veranstalteten und ihren Spaß daran hatten. „Es freut mich umso mehr, dass wir mit dem 100. Rennen wieder in Liedolsheim, der Geburtsstrecke des ESC, sind“, sagt Bumen. Gefahren werden übrigens nur klassische Schaltroller ohne Plastik, ganz aus Blech und ohne Automatik. „Die werden für die Rennen so umgebaut, dass man die Kurven mit dem Knie am Boden nimmt“ erklärt Bumen, die selbst begeisterte Vespa-Fahrerin ist.

In verschiedenen Rennklassen, die zwischen Rollern mit großen oder kleinen Rahmen unterscheiden, treten die Fahrer in Gruppen von etwa zwölf bis 20 Teilnehmern – mal mehr, mal weniger, je nach Anmeldung – gegeneinander an. Unterschieden wird auch ob man Einsteiger oder Profi ist. „Aus den Gruppen werden die Tagessieger ermittelt. Und es gibt einen Pokal für die schnellste Runde. Das ist für viele der wichtigste“, sagt Bumen mit einem Lachen.

Und wie ist sie selbst zum ESC gekommen? Eines Tages habe ein Freund sie um Hilfe bei der Durchführung eines Rennens gebeten. „Das war so ungefähr vor zehn Jahren, genau weiß ich das gar nicht mehr“, so Bumen. Seither ist sie dabei – seit drei Jahren nun als Veranstalterin. „Vespas und die Rennen sind meine große Leidenschaft. Eigentlich dreht sich das ganze Jahr um diese Termine“, sagt sie.

Info

Rennen in Liedolsheim am Samstag, 15. Juni; ab 9 Uhr freies Training, ab Nachmittag Rennen. Ebenfalls frei ist der Eintritt. Weitere Rennen sind in Cheb (Tschechien) am 27. Juli sowie auf dem Harzring (Falkenstein/Harz) am 21. September. Mehr Infos unter www.eurochallenge.de.

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