Kaiserslautern „Wir wollen nur Spaß haben und Musik machen“
Es läuft rund bei den drei Lautrern von Vielleicht Emma! Pre-Finals beim SPH-Bandcontest, Finale beim Rockbuster-Festival und jüngst eine Einladung vom Bundesbildungsministerium zum „Tag der Talente“ nach Berlin. Die RHEINPFALZ sprach mit dem Bassisten und Schlagzeuger der Band, Max Werz und Matthias Hassel, über ein sehr geschäftiges zweites Bandjahr.
„Ja, bei uns läuft’s gerade, macht Spaß“, sagt Max. Und wie es läuft. Erst vor kurzem sind die Jungs vom „Tag der Talente“ aus Berlin zurückgekehrt. Jedes Jahr, seit 2006, lädt das Bundesbildungsministerium die Preisträger bundesweiter Schüler- und Jugendwettbewerbe des Vorjahres zum „Tag der Talente“ in die Hauptstadt ein. Darunter Preisträger aus Wettbewerben wie etwa Jugend forscht, der Bundeswettbewerb Fremdsprachenoder das Treffen junge Musikszene im Rahmen der Berliner Festspiele. Durch Letzteres haben sich nun auch die drei Musiker der Band Vielleicht Emma für die Einladung qualifiziert. „Wir sind beim ,Treffen junge Musikszene’ als eine von zehn Bands nach Berlin gefahren und haben sechs Tage lang an rein Musik-bezogenen Workshops teilgenommen. Das war klasse, und der Wettbewerb lohnt sich auf jeden Fall für junge Musiker“, bilanziert Matthias. Am Wochenende ging es nun für die drei Lautrer zu einem weiteren Workshop-Marathon nach Berlin. Der „Tag der Talente“ wird von den Teilnehmern gerne als Plattform genutzt, um sich untereinander oder mit fachlichen Experten auszutauschen. Vor allem aber können die geladenen Gäste in einer Reihe von Workshops ihr Fachwissen erweitern oder in ganz neue Themen eintauchen. Vom Mathematiker über den Ingenieur bis hin zum Nachwuchsmusiker ist alles dabei. Entsprechend interdisziplinär fallen auch die Workshops aus. Bassist Max nutzte seine Stimme um Geschichten zu erzählen im Workshop „Tell your Story: Von der Einstimmigkeit zur Mehrstimmigkeit“. Und Matthias schulte sich in der Welt des Filmemachens beim Workshop „Greenscreen“ – was den Musikvideos für Vielleicht Emma zugute kommen könnte. „Aber um ehrlich zu sein haben wir uns mehr auf die Leute gefreut, die man an diesem Tag kennenlernt, als auf die Workshops“, gesteht Max. Dritter im Bunde, Sänger und Gitarrist Manuel Schalk, hatte erst gar keinen Workshop belegt, da er aktuell im Dauermodus für seine Bachelor-Arbeit büffelt. „Der ist zwar mitgefahren, blieb aber die ganze Zeit im Hotel“, berichtet Matthias. Da hat er wohl auch die prominenten Gäste in diesem Jahr verpasst: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble und Bundesministerin Anja Karliczek. Ein bisschen Musizieren für das abschließende Rahmenprogramm durften die Jungs aber natürlich auch – und da war auch Student Manuel wieder mit am Start. Damit ist aber noch lange nicht Schluss auf dem Vielleicht-Emma-Terminkalender 2018. Ende November/Anfang Dezember geht es zu den bundesweiten Pre-Finals beim SPH-Bandcontest - genauer Termin steht noch nicht fest. Am 20. Oktober geht es ab zum Finale beim Rockbuster-Bandwettbewerb auf der Festung Ehrenbreitstein in Koblenz und 23. Oktober zum „Band Slam Lautre“ im The Harp-Irish Pub in Kaiserslautern. In diesem Jahr hat sich die 2016 gegründete Band ganz offensichtlich vorgenommen, „alles an Wettbewerben mitzunehmen, was geht und uns auf die Probe zu stellen“, so Max. „Ich denke auch, an Wettbewerben teilzunehmen, ist der einfachste Weg für junge Bands um an Auftritte zu kommen und ein neues Publikum auf sich aufmerksam zu machen. Natürlich steht bei manchen Bands der Konkurrenz-Gedanke im Vordergrund, aber wir spielen nicht anders, als wir bei unseren eigenen Konzerten spielen würden. Wir wollen nur Spaß haben und Musik machen“, ergänzt Matthias. Den „Rockbuster“ nehmen sie deshalb noch mit. „Aber dann ist rum“, versichert Max. „Also wettbewerbsmäßig“, fügt Matthias schnell hinzu. Live-Auftritte haben sie noch genügend. Und Zeit um neues Liedmaterial zu schaffen, nehmen sich die Musiker auch. „Musik ist für uns der Ausgleich für alles, was uns im Alltag nervt“, sagt Max. Und das soll auch so bleiben.