Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Wichtigste Erkenntnis nach Niederlage beim FKP: Es wartet noch viel Arbeit beim FCK II

 Nico Wiltz (links) erzielt das 3:0 für den FKP, Tyrese Zeigler und Torhüter Enis Kamga vom FCK II kommen zu spät.
Nico Wiltz (links) erzielt das 3:0 für den FKP, Tyrese Zeigler und Torhüter Enis Kamga vom FCK II kommen zu spät.

Das Oberligaspiel in Pirmasens zeigt: Die U21 des FCK ist kein Spitzenteam. Zu viele Fehler, bemängelt der FCK-Trainer – und prophezeit eine schwierige Saison.

Die letzten Spieler des FK Pirmasens kamen am Freitagabend nach dem Feiern mit ihren Fans erst in ihre Kabine, aus der laute Musik dröhnte, da bestiegen schon die ersten Spieler der U21 des 1. FC Kaiserslautern den Mannschaftsbus. Enttäuscht waren sie alle beim FCK II nach der verdienten 0:3 (0:2)-Niederlage in der Fußball-Oberliga vor 1211 Zuschauern im Framas-Stadion, bei der Dennis Krob (6. Minute) und Nico Wiltz (30., 53.) für Pirmasens trafen. Ein Sinnbild für die Enttäuschung: FCK-Kapitän Jean Zimmer, der noch lange nach dem Abpfiff alleine auf der Auswechselbank saß und ins Leere schaute.

Enttäuscht war auch Ben Reinheimer, dabei hätte der 21-Jährige zumindest einen kleinen Grund zur Freude haben können. Zum ersten Mal seit seiner schweren Verletzung (Wadenbeinbruch am 32. Spieltag der Vorsaison gegen Arminia Ludwigshafen) stand der Mittelfeldspieler am Freitagabend wieder in der Startformation. „Klar hat es mich gefreut, dass ich jetzt wieder mal von Anfang an spielen konnte“, sagte Reinheimer, der seit 2022 beim FCK ist und in den drei Partien zuvor jeweils eingewechselt worden war. „Aber wir sind im Moment in einer Phase, in der bei uns irgendwie nicht alles zusammen läuft. Da müssen wir schauen, dass wir da rauskommen. Wenn ich dran denke: Letztes Jahr haben wir Pirmasens zweimal geschlagen – da müssen wir wieder hinkommen.“

Effektivität fehlt

Auch er selbst arbeitet nach seiner Verletzung noch daran, wieder dort hinzukommen, wo er in der Vorsaison war. „Ich merke selbst, dass ich auch noch nicht bei 100 Prozent bin“, sagt der Mittelfeldspieler, der seit seiner Waden-Operation eine Platte im Unterschenkel hat, „die ich auch schon noch merke“, wie er berichtet. „Aber das wird von Tag zu Tag auch besser.“ Mit seiner eigenen Leistung am Freitagabend, er wurde nach 65 Minuten ausgewechselt, war der 21-Jährige auch nicht wirklich zufrieden. „Ich hatte auch zu viele Fehler drin, das muss ich ganz klar sagen“, sagt er und bilanziert: „Das war einfach von allen zu wenig heute.“

Ben Reinheimer bei seinem ersten Startelfeinsatz für den FCK II war mit seiner Leistung auch nicht zufrieden.
Ben Reinheimer bei seinem ersten Startelfeinsatz für den FCK II war mit seiner Leistung auch nicht zufrieden.

Was dem FCK II am Freitag auch fehlte, war die Effektivität, die der Gegner an den Tag legte, als er mit zwei Chancen, jeweils nach Tempogegenstößen, zwei Treffer erzielte. Denn in der Phase zwischen dem 1:0 und dem 2:0 für den FKP war die U21 des FCK am Drücker, scheiterte aber bei guten Möglichkeiten von Shawn Blum, Neal Gibs und Ivan Smiljanic jeweils am starken Pirmasenser Schlussmann Benjamin Reitz. „Der hatte ein paar sensationelle Paraden“, lobt auch FCK-Trainer Alexander Bugera. Was seinem Team letztlich auch das Genick gebrochen habe, war dann das 3:0 nach 53 Minuten: „Das fällt zu früh“, sagt Bugera. „Da war dann eigentlich schon der Deckel drauf.“ Insgesamt aber, so der 47-Jährige, sei es ein „total verdienter Sieg für den FK Pirmasens“ gewesen, dem er eine „reife Leistung“ bescheinigt: „Die haben abgewartet, haben auf unsere Fehler gewartet. Und wir haben diese Fehler eben auch gemacht. Pirmasens ist eine gute, gestandene Mannschaft, die auf jeden Fall um die Meisterschaft mitspielen wird.“

Bugera rechnet mit schwieriger Saison

Sein Team hingegen wird in dieser Saison in Sachen Meisterschaft nach Einschätzung von Bugera eher kein Wörtchen mitreden können. „Wir hatten eben einen totalen Umbruch, mit Spielern, die wir dazu bekommen haben, die so ein bisschen aus dem Nichts kommen“, urteilt er. „Ich glaube, dass wir eine nicht ganz einfache Saison haben werden. Uns fehlen schon die Mentalitätsspieler wie Robin Muth oder Marius Bauer, die in den Spielen auch über den Schmerzpunkt hinausgegangen sind.“ Was ihm auch zu denken gibt: „Wir haben jetzt im zweiten Spiel nacheinander kein Tor erzielt. Es wartet viel Arbeit auf uns.“ Das vor allem im Hinblick auf das nächste Heimspiel kommenden Samstag (12 Uhr) gegen den FV Diefflen. „Da müssen sich die Jungs jetzt rausziehen“, sagt Bugera.

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