Kaiserslautern Westpfalz: Kaum gefälschte Impfnachweise aufgefallen

In der Westpfalz ist es in Sachen gefälschter Impfdokumente relativ ruhig, sagt die Polizei.
In der Westpfalz ist es in Sachen gefälschter Impfdokumente relativ ruhig, sagt die Polizei.

„Die Problematik mit gefälschten Impf- oder Testzertifikaten tritt in der Westpfalz bislang nicht verbreitet auf“, schildert Michael Hummel, Leiter der Pressestelle des Polizeipräsidiums Westpfalz, auf Anfrage.

Erste Fälle von Urkundenfälschung im Zusammenhang mit Corona habe es im Oktober 2021 gegeben. Dabei handle es sich in der Westpfalz um Fälle im einstelligen Bereich. Im November sei gegenüber dem Vormonat ein Anstieg der Fallzahlen feststellbar, diese seien aber immer noch einstellig. Aufgefallen seien die falschen Impfausweise bisher vor allem in Apotheken: In über 80 Prozent der Fälle erfolge die Anzeige durch Mitarbeiter von Apotheken, so Hummel. Ein falsches Impfzertifikat falle unter den Paragrafen 267 Strafgesetzbuch, die Urkundenfälschung. Der Strafrahmen liege bei bis zu fünf Jahren Freiheitsstrafe oder einer Geldstrafe.

Bei der Stadtverwaltung, die beispielsweise den Rathaus-Zutritt nur für Mitarbeiter, den Kulturmarkt, die Eisbahn und die Fruchthalle kontrolliert, seien noch keine gefälschten Dokumente entdeckt worden, wie Pressesprecher Matthias Thomas schildert. Dem Ordnungsreferat seien auf dem Weihnachtsmarkt vereinzelt Verdachtsfälle berichtet worden. Die betreffenden Personen seien allerdings sofort geflüchtet, sobald der Täuschungsversuch erkannt wurde.

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