Fußball RHEINPFALZ Plus Artikel Was die SG Siegelbach/Erfenbach und Bayern München gemeinsam haben

Allen Grund zum Jubeln: Die SG Siegelbach/Erfenbach feiert nach dem Sieg in Otterbach die vorzeitige Meisterschaft.
Allen Grund zum Jubeln: Die SG Siegelbach/Erfenbach feiert nach dem Sieg in Otterbach die vorzeitige Meisterschaft.

In seiner Kolumne „Nachspielzeit“ beleuchtet Peter Knick Geschehnisse im Fußballkreis Kaiserslautern.

SG Siegelbach/Erfenbach Wie Bayern München

Zwischen dem FC Bayern München und der SG Siegelbach/Erfenbach liegen Welten – und doch haben sie in dieser Saison etwas gemeinsam: Die Meisterfrage war früh geklärt. Die Bayern machten am Sonntag in der Bundesliga mit dem Sieg über Stuttgart alles klar. Vier Spieltage vor Saisonschluss feierten sie den Titelgewinn. Die SG tat es ihnen an diesem Sonntag gleich. Mit dem 5:2 bei der SG Otterberg/Otterbach krönte das Team von Trainer Michael Wolter eine phantastische Saison in der Fußball-A-Klasse Kaiserslautern-Donnersberg. Und das schon fünf Spiele vor dem Rundenende. „Es ist einfach ein geiles Gefühl“, erklärte Coach Wolter nach dem vorzeitigen Titelgewinn.

Als Spieler feierte er mit dem TuS Hohenecken die Meisterschaft in der Verbandsliga. Mit dem VfR Kaiserslautern stieg er als Spielertrainer zwar zweimal auf, doch mit der SG gewann er zum ersten Mal als Coach eine Meisterschaft. Das Spiel in Otterbach war noch nicht zu Ende, da wussten Wolter & Co, dass die Sache gebongt war. Per „Liveticker“ waren sie über den Sieg des FC Erlenbach über den Titelkonkurrenten ASV Winnweiler informiert. Damit war auch theoretisch klar, was sich praktisch schon früh in der Runde abgezeichnet hatte. Die Wolter-Truppe spielte in einer eigenen Liga. Spannung im Titelrennen? Fehlanzeige. Die Meisterfrage stellte sich gar nicht erst. Lässt sich das alles noch toppen? „Ja“, sagt Michael Wolter. „Wir sind ungeschlagen und wollen es bis zum Saisonende blieben.“

Und da ist auch noch ein Anreiz für die Meistermannschaft: das Double. Ein Sieg im Kreispokalendspiel gegen den FC Erlenbach würde aus einer starken Saison eine perfekte machen.

SV Rodenbach

In brenzliger Lage

Ein Trainer kann sich glücklich schätzen, einen Spieler wie Marco Heieck in seinen Reihen zu haben. In diesem Fall trifft es auf Marco Heieck selbst zu – er ist der Trainer des Landesligisten SV Rodenbach. Im Spiel beim FC Schmittweiler-Callbach lief einiges schief für den SVR. An „100-prozentigen Torchancen“ habe es in der ersten Halbzeit nicht gefehlt, „um mit einem 3:0 oder gar 4:0 in die Pause zu gehen“, sagt Heieck. Aber es stand nur 1:0 für sein Team. In der zweiten Hälfte drehte die Heimelf dann auch die Partie. Durch zwei Kopfballtore von Aurel Rech. Allerdings musste man der Rodenbacher Abwehr zugutehalten, dass der Torschütze zwei Meter groß ist. Den Gegentoren folgte dann auch noch ein Platzverweis. 1:2 zurück und nur noch zu zehnt – der SV Rodenbach stand mit dem Rücken zur Wand. In dieser kritischen Lage musste Marco Heieck handeln.

Er wechselte sich in der 84. Minute selbst ein. „Den Torinstinkt verliert man nicht“, sagt Heieck. Und der Trainer weiß, wovon er spricht. Nur fünf Minuten nach seiner Einwechslung traf er. Nach einer Flanke auf den hinteren Pfosten erzielte der Trainer und Stürmer per Kopf den Ausgleich zum 2:2. So war die Niederlage abgewendet. Und Marco Heieck bewies einmal mehr, dass er auch mit seinen 36 Jahren noch immer eine Option für brenzlige Situation bleibt.

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