Kaiserslautern
Warten auf die heißen Tage: Strandbad Gelterswoog hat geöffnet
Ein Rasentraktor bringt die Wiese zwischen Minigolfplatz und Strandbad am Dienstagnachmittag auf die gewünschte Länge. Auch wenn in diesem Jahr keine so großen Arbeiten wie vor der vergangenen Saison anstanden, gibt es auf dem Gelände immer jede Menge zu tun, berichten Boris Zeller und Peter Wirrer, die seit 2022 neben dem Minigolfplatz auch das Strandbad betreiben. Der Strand wurde hergerichtet, die Beete wurden gepflegt und angelegt, die sanitären Einrichtungen und der Gastrobereich auf Vordermann gebracht. Einige neue Liegestühle wurden angeschafft und in Pflanzen wurde investiert. „Die sind noch ein bisschen beleidigt“, sagt Wirrer lachend über die Palmen auf der Terrasse, denen die aktuellen Temperaturen noch nicht so recht zusagen. Die Boote stehen zum Verleih bereit, ebenso die Bambus-Lounge-Betten, berichtet Zeller. Von einer Außenbar aus können die Gäste bei sommerlichen Temperaturen mit kühlen Getränken versorgt werden. Verzichten müssen die Besucher allerdings zunächst auf warme Duschen. Die gestiegenen Energiepreise haben die Kosten immens in die Höhe getrieben, müssen die Pächter feststellen.
Der Gelterswoog ist gut gefüllt
Da der Sommer noch etwas auf sich warten lässt, öffnet das Strandbad aktuell um 13 Uhr. Die Wassertemperatur liegt bei 17 Grad Celsius. Sanfte Wellen plätschern derweil an den befestigten Rand des Strandes. Das war im vergangenen Jahr nicht immer so. „Der Pegelstand ist gut“, sagt Zeller. Doch auch als der Wasserstand im vergangenen Sommer niedriger war, „ist es ja nicht so, als wäre nicht genug Wasser zum Schwimmen da“, unterstreichen die Pächter. Bei der Diskussion um den Wasserstand des Wooges im vergangenen Jahr sei bisweilen der Eindruck entstanden, das Wasser reiche nicht mehr für einen Badetag, sagen die Pächter. Das stimme natürlich nicht, auch bei niedrigerem Wasserstand kann im Gelterswoog geschwommen werden. Trotz heißen Sommers kamen 2022 nicht so viele Menschen wie erhofft ins Strandbad, sagt Wirrer. Es konnte wieder verreist werden, die Flughäfen waren überfüllt. Die Leute wollten offenbar lieber weg, schätzt er.
Eintrittspreise bleiben gleich
Ob das Bad nun davon profitieren kann, dass die städtischen Freibäder noch nicht öffnen? „Wir hoffen es“, sagen die Pächter, „aber dafür muss das Wetter mitspielen.“ In Besucher-schwachen Zeiten gelangen die Gäste über den Minigolfplatz ins Strandbad, der bereits seit April geöffnet hat. Ziehen die Temperaturen an, beginnt der Badetag um 10 Uhr, in den Sommerferien um 9 Uhr. Dann ist je nach Besucherandrang abends auch mal länger als 20 Uhr geöffnet, sagt Boris Zeller. Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr gleichgeblieben: Erwachsene zahlen vier Euro, Kinder von sechs bis zwölf Jahren zwei, Kinder unter sechs Jahre haben freien Eintritt. Auch die Saisonkarten gibt es wieder. 15 Mitarbeiter beschäftigen die Pächter, auch genügend Badeaufsichten, die derzeit Mangelware sind, gehören dazu. Dass Strandbad und Minigolfplatz in einer Hand sind, bringe Synergieeffekte mit sich. Habe die Gastronomie am Strandbad geschlossen, können sich die Besucher am Minigolfplatz mit Getränken und Speisen versorgen, so Zeller.
Konzerte am Wochenende
Daneben setzen die Pächter auf Veranstaltungen. Jeden Samstag gibt es einen Flohmarkt. An Freitagen und Samstagen (jeweils ab 18 Uhr) sowie Sonntagen (ab 15 Uhr) finden am Minigolfplatz Konzerte statt. Am Pfingstwochenende spielt unter anderem Michael Halberstadt, verrät Zeller. Hervorragend besucht war im Frühjahr der Mittelaltermarkt am Gelterswoog. „Da kommen auch Menschen vorbei, die den See noch gar nicht kennen“, sagt Wirrer, der hofft, dass der eine oder andere nun zum Schwimmen wiederkommt. Ein Neuauflage des Marktes ist für Oktober geplant, nach der Badesaison, so Wirrer. Die soll bei gutem Wetter am besten möglichst lange gehen.
Konzerte
Am Samstag, 20. Mai, spielt ab 18 Uhr Rob Somerville, am Sonntag, 21. Mai, sind ab 15 Uhr Lucky Random zu hören. Der Eintritt ist frei.