Fußball
Verbandsliga: SV Steinwenden am Sonntag zu Gast beim FSV Offenbach
Wenn man es nüchtern betrachtet, ist der SV Steinwenden mit 45-minütiger Verspätung in die Rückrunde der Verbandsliga-Saison gestartet. Das Team von Cheftrainer Daniel Meisenheimer fand die komplette erste Halbzeit im Nachholspiel gegen die TSG Bretzenheim nicht statt und lag zur Pause bereits mit 0:2 zurück.
„Es ist bitter, wenn man nach einer guten Vorbereitung gegen eine Mannschaft, die jetzt fußballerisch auch nicht gerade überragend ist, mit so viel Angst ins Spiel geht und dadurch so eine Halbzeit abliefert. Wir haben simple Fehler gemacht und wurden zurecht bestraft. Das darf nicht passieren“, fand Meisenheimer deutliche Worte. Unerklärlich, wieso seine Spieler den Abstiegskampf zunächst nicht angenommen hatten und dass das Feuer in den Zweikämpfen und die Sicherheit auf dem Platz über 45 Minuten fehlten.
Die Leistung in der zweiten Hälfte macht Hoffnung
Was dann aber das Publikum nach der Pause gesehen hat, macht Hoffnung. Plötzlich war Steinwenden im Spiel, kaufte den Gästen den Schneid ab und war in der zweiten Halbzeit das überlegene Team. Auch wenn es letztendlich wegen einer starken Leistung des Gästetorhüters Marlon Müller am Ende nicht zum verdienten Ausgleich gereicht hatte, macht die Leistung nach dem trostlosen Auftritt vor der Pause dann doch Mut.
„In der zweiten Halbzeit waren wir richtig gut und wir hatten auch vier hochkarätige Chancen. Aber nach dieser ersten Halbzeit hat man auch wahrscheinlich den Punkt nicht wirklich verdient. Wir haben jetzt noch 13 Spiele. Es bringt jetzt nichts, sich zu lange mit dieser Niederlage zu beschäftigen“, sagt Meisenheimer.
„Irgendwann gehen uns dann auch die Spiele aus“
Der Gegner FSV Offenbach durchbrach ausgerechnet in den letzten Heimspielen vor der Winterpause mit drei Siegen in Folge seinen vorherigen lange andauernden Heimfluch. Der FSV hatte nach dem Auftaktsieg gegen Zeiskam alle folgenden Heimspiele deutlich verloren. Der SV Steinwenden hofft nun natürlich, dass diese Trendwende nicht andauert.
„Wir müssen in Offenbach punkten, denn irgendwann gehen uns dann auch die Spiele aus“, kommentiert Meisenheimer die Ausgangslage vor dem Spiel am Sonntag.