Fußball
Start für die U21 des FCK in die Oberliga-Restrunde mit einem „halben Neuzugang“
Die letzten Trainingseinheiten im Sportpark Rote Teufel auf dem Fröhnerhof laufen, bevor es für den 1. FC Kaiserslautern II in der Fußball-Oberliga am Sonntag (15 Uhr) mit dem Spiel bei Cosmos Koblenz wieder ernst wird. Endlich wieder mittendrin und voll dabei: David Schramm. Der 19-jährige defensive Mittelfeldspieler hat gewissermaßen ein „Seuchenjahr“ hinter sich, kam bislang im U21-Team von Trainer Alexander Bugera in der laufenden Saison nur zu zwei Kurzeinsätzen.
Zu Beginn der Vorsaison war der gebürtige Trierer – noch als A-Junior – in das Oberliga-Team „hochgezogen“ worden, absolvierte zehn Einsätze bei der U21 (vier in der Startelf), hinzu sechs Spiele bei den A-Junioren in der DFB-Nachwuchsliga. Dann begann aber gegen Ende der Spielzeit die Verletzungsmisere. „Ich hatte Probleme im Leistenbereich, die sich leider sehr lange hingezogen haben, bis wir sie endlich in den Griff bekamen“, berichtet der 19-Jährige. „Danach konnte ich langsam wieder einsteigen.“ Die gesamte Sommer-Vorbereitung auf die Oberligasaison verpasste er so, erlebte die ersten Oberligaspiele des FCK II nur als Zuschauer am Spielfeldrand.
Alternative im defensiven Mittelfeld
Erst am zehnten Spieltag gegen Wiesbach (3:0) kam er zu seinem ersten Kurzeinsatz, einen zweiten hatte er im Spiel bei Arminia Ludwigshafen (4:1). Dann war er aber erneut raus: „Ich hatte noch eine Operation am Daumen – ein Kapselriss“, sagt der 19-Jährige. „Da war ich auch wieder ein paar Wochen außer Gefecht.“ Mittlerweile sei aber „alles wieder okay“, die Wintervorbereitung absolvierte Schramm ohne Probleme, spielte auch in der Halle bei der RHEINPFALZ-Stadtmeisterschaft. „Jetzt hoffe ich, dass es so bleibt“, sagt er.
Insofern ist Schramm sozusagen ein „halber Neuzugang“ bei der U21. Sein Trainer Bugera ist zunächst einmal froh, dass er in Schramm nun wieder eine Alternative im defensiven Mittelfeld hat, schränkt aber auch ein: „Er braucht natürlich noch seine Zeit, bis er wieder da ist, wo er schon einmal war“, sagt der 47-Jährige, der an Schramm schätzt, dass er zweikampfstark ist, dabei auch seinen Körper gut einsetzt. „Es wird jetzt die nächsten Wochen, Monate wahrscheinlich immer einen Schritt nach vorne gehen bei ihm. Momentan ist er einfach froh, dass er die Vorbereitung nutzen und Spiele spielen konnte. Von daher sind wir da bei ihm auf dem richtigen Weg“, so Bugera.
Bei Blitzturnier entdeckt
David Schramm ist bereits seit 2018 beim FCK. Bei einem Blitzturnier mit Eintracht Trier und Elversberg sei der Lauterer Chef-Scout auf ihn aufmerksam geworden, berichtet der 19-Jährige: „Mein Vater bekam nach dem Turnier einen Anruf. Er hat dann zu mir gesagt, rate mal, wer angerufen hat: der Chef-Scout von Lautern“, erzählt Schramm mit einem Lachen. „Ich hatte dann eine Probewoche, auch im Internat des Heinrich-Heine-Gymnasiums. So hat sich das alles ergeben.“ Sechs Jahre war er im Internat des HHG, mittlerweile wohnt er in Kaiserslautern in einer WG, der auch Torwart Fabian Heck angehört.
Natürlich ist nun sein großes Ziel, in den restlichen 14 Oberligapartien noch möglichst viel Spielpraxis zu sammeln. Denn neben der Arbeit gegen den Ball und dem Gegenpressing zählt Schramm bei Ballbesitz auch „normalerweise“ Diagonalbälle und den Spielaufbau“ zu seinen Stärken, schränkt aber gleich ein: „Da fehlt es nach der langen Ausfallzeit aktuell noch ein bisschen bei mir bis zu meiner Topform. Ich denke, mit mehr Spielpraxis wird das dann auch wieder besser.“ Gerne schon am Sonntag in der Partie bei Cosmos Koblenz.
Etwas gutzumachen
Gegen diesen Gegner hat der FCK II noch etwas gutzumachen. Im Hinspiel setzte es eine 0:1-Heimniederlage, zwei weitere gegen den FK Pirmasens (0:3) und den FV Diefflen (2:5) folgten – die einzigen drei Niederlagen der FCK-U21 in dieser Saison. Das hat natürlich Trainer Bugera im Hinterkopf. „Wir haben jetzt in den ersten drei Spielen nach der Winterpause mit Cosmos, dem FKP und Diefflen drei Gegner, gegen die wir in der Vorrunde keinen Punkt geholt haben“, merkt er an. Am Sonntag in Koblenz kann er zumindest auf seine zuletzt angeschlagenen Innenverteidiger Drini Miftari und Ivan Smiljanic zurückgreifen. Beide sind fit. „Und jetzt freuen wir uns, dass es wieder losgeht“, sagt der FCK-Trainer.
David Schramm schaut bereits eine Woche voraus auf das Topspiel (Freitag, 13. März, 19 Uhr, Platz 4 am Betzenberg) gegen Pirmasens. „Wir sind ja nur einen Punkt vorne“, sagt der 19-Jährige. „Klar ist, dass wir das Spiel gegen Pirmasens gewinnen und den FKP auf Distanz halten wollen.“ Damit sei aber noch lange nichts vorentschieden fügt er hinzu: „Ich denke, es wird ein enges Rennen bis zum Schluss werden.“ Mit einem Ende, das er und alle seine Mitspieler sich beim FCK II wünschen: „Ich hoffe natürlich, dass wir aufsteigen – das wäre top.“ Aber zunächst einmal muss dafür am Sonntag in Koblenz ein Sieg her.